Kyrgyzstan

Kyrgyzstan

Wundervolle Aussicht bei der Einreise nach Kyrgyzstan.

Wir übernachteten in einem günstigen Hotel in der Stadt Osh. Am nächsten morgen kam ein Mann zu unserem Zimmer und teilte uns mit, dass beide Reifen an unserem Auto platt sind. Alles klar danke für die Info, kein problem. (Wir haben ja schon mehrfach Reifen wechseln müssen). Später dann beim Auto half er ungefragt, warum nicht ne. Während Seth und ich das Auto auf der rechten Seite aufbockten, fing der Typ an auf der anderen das Auto aufzubocken. Es passierte was passieren musste, der Wagenheber von dem Typ gab nach, das Auto rutschte komplett weg und lag auf der Hinterachse am Straßenrand. Es war echt ein Akt nur einen Reifen hinten draufzukommen. Der Typ hat absolut keinen Plan gehabt und uns immer mehr aufgeregt. Nachher wollte er noch Geld von uns weil wir ihm angeblich darum gebeten hatten zu helfen und wir sollten ihm einen neuen Wagenheber kaufen den er selber beschädigt hat. Der ****** hat unser Auto eher beschädigt und anstatt 5min Reifenwechsel hatten wir fast 2h Stress. Er rief dann die Polizei und machte Fotos von unserem Auto aber wir haben irgendwann keinen Bock mehr gehabt und sind abgehauen.

Da es hier nur selten Schilder mit Tempolimits gibt waren wir in einer Ortschaft mit 58kmh anstatt der erlaubten 40kmh unterwegs. Seth wurde rausgezogen und die Beamten versuchten bei uns abzukassieren im Good cop bad cop style. Oh das wird teuer, nein da machen wir keine Ausnahme ich schreibe dir jetzt ein Ticket. Der andere Polizist: Oh nein, schnell zahle lieber 100 US Dollar sonst kriegst du ein Ticket. Seth blieb cool und stellte sich absolut dumm, sorry wir haben keine US Dollar, ich komme aus Kanada, nicht aus dem USA. Wir haben keine US Dollar :D. Naja am Ende wollten sie noch seinen Führerschein behalten, er gab natürlich nur seinen Internationalen ab, wäre nicht so schlimm gewesen. Er stellte sich so dumm an das die Beamten nachher keinen Bock mehr hatten und uns ziehen ließen.

Google Maps schlug die blaue Route vor, ich dachte mir warum nicht den kürzeren Weg nehmen (orange) und einen Abstecher beim zweitgrößten Salzsee der Welt machen. War keine gute Entscheidung. Wir hatten ca. 300km Schotterpiste über einen Gebirgspass. Um unsere Hotel rechtzeitig, vor Check-In-Schluss erreichen gaben wir richtig Gas und Seth bretterte mit 80-100kmh Ken Block-mäßig über die Berge. Das Video folgt nach der Rally.

Keine Tankstelle in der Nähe, zum Glück waren die Reservetanks gefüllt.

Irgendwann lotste Maps.Me uns über irgendwelche Feldwege, die „Wege“ wurden immer schlechter und am Ende fuhren wir einfach mitten in der Nacht bei Mondschein über die Felder.

Endlich, fast am Ziel, noch 300m und wir sind zurück auf der „Hauptstraße“ aber nein leider nein leider gar nicht gab es mitten in den Feldern einen für unser Auto unüberbrückbaren Bach und eine zerstörte Brücke. Wir waren super Müde, hatten keine Lust mehr, Tank auch fast leer und dann die 15km über die Felder zurück. YEAH.

Gegen halb 2 in der Nacht war der nächste Reifen platt und die Halterung für den Stoßdämpfer vorne rechts war aus der Karosserie gebrochen. Kein Dorf weit und breit. wir entschieden einfach stehen zu bleiben und für 3-4 Stunden im Auto zu schlafen um dann morgens weiterzuziehen.

Am nächsten morgen brachen wir gegen 6Uhr auf und fuhren mit phänomenalen 30kmh 180 Kilometer bis in den nächsten größeren Ort um eine passende Werkstatt zu finden.

Wir wurden hin und her geschickt, auf der suche nach einer Werkstatt die Schweißarbeiten macht. Wir rechneten schon damit hier mehrere Tage liegenzubleiben aber letzten Endes fanden wir doch noch eine Werkstatt – Jungs kein problem 60$ und wir fixen alles – kommt in einer Stunde wieder.

Kurz die Füße in den See gehalten und weiter gings Richtung Grenze nach Kasachstan.

Am nächsten Morgen gabs ein bisschen Probleme, aufgrund von fehlenden Schildern, Markierungen oder Platzanweisern an der Grenze fuhren wir ca. einen Kilometer an der Warteschlange vorbei – völlig unbeabsichtigt natürlich… Dann konnten wir nicht drehen und die einheimischen haben sich ziemlich aufgeregt und uns nicht einreihen lassen. Zurückfahren ging halt auch nicht und dann gabs echt stress…. Wir wurden immer wieder von dicken SUVs eingekeilt usw. Am Ende haben wir es doch noch geschafft da wir 3 Rallyautos waren. Diskussionen und Rangeleien mit den einheimischen gabs trotzdem. Im Iran hätten die uns auf eine goldenen Trage über die Grenze gebracht aber hier…. da merkt man schon die Gastfreundlichkeit zwischen manchen Kulturen/Ländern.

 

 

Tadschikistan

Tadschikistan

Wir verließen Usbekistan und betraten das schöne Tadschikistan! Wir wurden sofort von einem wunderschönen Bergpass begrüßt, der uns nach Duschanbe führte.

In Duschanbe hatten wir ein Hauptziel! DAS AUTO FÜR DEN PAMIR-HIGHWAY VORBEREITEN! Nach einigen Recherchen fanden wir einem englischsprachigen Mechaniker in der Nähe unserer Hostels.

Wir sprachen mit dem Mechaniker und erzählten ihm unserem Ziel mit diesem Auto den Pamir Highway zu überwinden. Wir baten um eine komplette Inspektion des Wagens und eine Überarbeitung des hinteren Fahrwerks.

Bei der Inspektion stellte er fest, dass unsere Achsdichtung undicht war, aber ansonsten sah Bulma eigentlich ganz gut aus!

Das letzte Mal besuchte ich die Werkstatt um Mitternacht, als er uns einige neue Stoßdämpfer und einige BMW-Federn zeigte, die er an unser Auto anpasste.

Um 8 Uhr morgens wachten wir auf und holten unser Auto ab, es wurde gerade fertig. Neue Hinterradfedern, Stoßdämpfer, Achsdichtung und sogar einen Ölwechsel und eine Achsvermessung wurde gemacht. Und natürlich alles supergünstig.

Schaut doch schon nicht schlecht aus oder?

Duschanbe ist eine schöne Stadt mit viel toller Architektur!

Wir starteten mit dem Pamir Highway und wurden von den coolsten Bergaussichten begrüßt die ich bis jetzt gesehen habe.

Im Hintergrund auf der anderen Flussseite liegt Afghanistan. Nur ein Steinwurf entfernt.

Wir fuhren hunderte KM den Grenzfluss entlang, natürlich war der Plan irgendwo illegal rüberzuschwimmen aber die Strömung war einfach zu krass.

Überall warteten die Kinder am Straßenrand und winkten und wollten Fotos machen und sticker haben.

Wir erreichten schließlich rund 4300 Meter und das ist, hier bekamen wir alle Symptome der Höhenkrankheit.

Wahrscheinlich der höchste Mongol-Rally-Aufkleber der Welt!

Nicht jeder schafft es sicher über den Pamir Highway.

Ich wünschte ich hätte das mehr genießen können aber zu diesem Zeitpunkt pochte mein Kopf so stark und ich fühlte mich mega krank.

Während wir einen Tankstop einlegenden und Mittagessen hatten fanden Grayson und ich neue traditionelle Hüte.

Die Stadt hat keine Strom über Tag, sodass natürlich auch die Zapfsäulen nicht funktionieren und der Tankwart das Benzin mit einem Eimer abmisst vor dem einfüllten.

In der letzten Nacht campten wir auf 4300m. Es war die schlimmste nacht von diesem Trip bis jetzt. Wir kämpfen gegen die Höhenkrankheit an, konnte alle nicht schlafen, hatten mega kopping und die Temperatur sank sehr stark ab.

Immerhin konnte Markus in der Kälte ein nettes Foto vom Nachthimmel schießen.

Um 5:30 brachen wir auf Richtung Grenze. Keiner hatte geschlafen und wir fühlten uns alle Krank.

Auf dem Weg hatten wir einige sehr schlimme Schotterpisten, plötzlich gab es einen sehr lauten knapp, mein Bein schmerzte höllisch und Grayson war auf dem Fahrersitz komplett in Rauch eingehüllt. Was war passiert, durch die Erschütterung ist der Fahrer-Seitenairbag losgegangen…

Endlich erreichten wir die Border zu Kyrgyzstan. Der Grenzübergang war viel kleiner als gedacht. Nur ein kleines Häuschen, Schuhe ausziehen und dann quasi zu dem Grenzbeamten ins Wohnzimmer um die Papiere auszufüllen.

Wir waren überrascht, ein riesiges Niemandsland zwischen den beiden Ländern war. Über 30 km nichts als schreckliche Straßen und schöne Berge. Liegt daran das keines von beiden Ländern sich um die schlechten Straßen kümmern will daher wurden die Grenzposten einfach weiter zurück ins Landesinnere gelegt.

 

Usbekistan

Usbekistan

Unser zweiter Schwarzmarktgeldwechsel in Usbekistan verlief noch besser als der erste in Turkmenistan. Es wurde geliefert! Beim Einchecken in das Hotel haben wir eine SIM-Kartenanfrage gemacht, es stellte sich heraus, dass der Handy-Typ auch eine Bargeldverbindung hatte. Unten sind die Wads für ein Abendessen für 8 Schaschlik und vielleicht etwas Wodka, definitiv die größten Fleischspieße, die man auf dieser Seite Brasiliens finden kann. 

Da die Währung so unhandlich war, beschlossen wir, für den Aufenthalt in Usbekistan unser privates Geld mit dem Teamkonto zu kombinieren, so dass nicht jeder von uns einen Rucksack mitschleppen musste, um eine Flasche Wasser zu kaufen. Eckt dicke Geldbündel. 

Es ist immer Olivers Zeit, in der Garage zu glänzen, und er und der Mechaniker lachten über den Zustand unseres Unterfahrschutzes. Die Platte zurechthämmern, die Felgen ausbessern und die ABS Verbindungen reparieren kostete alles zusammen 6$ – die Mechaniker sind nett, denn egal wo immer man hingeht, lieben sie alle die gleichen Dinge, Geld und Autos. Nach der Bezahlung, während Burma eine saubere Innen- und Außenseite bekommen hatte, teilten Seth und Oliver Fotos und tauschten Geschichten über die Bauten aus, die sie nach Hause gebracht haben.

Harte Schläge waren nötig. 

Shenlong Aufkleber kommen überall hin.

Sie ist ein Hingucker.

Wie bei allen guten Beziehungen ist die richtige Pflege ein Muss. Und die gelegentliche Reparatur am Straßenrand. Oliver war sehr bemüht, den aktuellen Rekord von 3 platten Reifen aufeinmal auf einmal zu brechen, schaffte es aber nur, zwei Reifen mit dem riesigen Schlagloch, das „nicht zu vermeiden war“, zu bekommen.

Ohne eine funktionierende Tankanzeige und eine lächerliche Oktanzahl könnten selbst die eifrig gehaltenen statistischen Daten unseren nächsten notwendigen Tankstopp nicht vorhersagen. Es stellte sich heraus, dass die Anzeige ziemlich weit vom realen Inhalt entfernt war. Zwei separate Autos von Einheimischen hielten an und fragten uns, ob wir Hilfe brauchten. Die besten Leute!

Der Aralsee ist eine traurige Erinnerung an das fragile Gleichgewicht in der Natur, das der Mensch zu leicht kippt. Einst einer der größten Süßwasserseen der Welt, trocknete er aus, nachdem die sowjetische Landwirtschaft an Priorität bekommen hatte. Da alle ihre Zuflüsse umgeleitet wurden, dauerte es weniger als 25 Jahre, bis 68000 km2 verschwunden waren, zusammen mit der boomenden Fischerei- und Schifffahrtsindustrie, die die lokale Bevölkerung unterstützte.

Rose: „Du bist verrückt!“

Jack: „Das sagen alle, aber bei allem Respekt, Miss, ich bin nicht derjenige, der hier von einem Schiff hängt.“

„Alle einsteigen!“

Diejenigen, die an diesem Abend fotografiert wurden, wurden mit diesem Schuss und Dutzenden von Mückenstichen belohnt, nachdem sie schlecht beraten waren, zu den früher abgebildeten Booten hinunterzufahren. Haha.

Einfach mehrere Schilder mit roter Schrift, Ausrufezeichen und Bildern von Panzern ignorieren, um diese hervorragende Ausbildungsstätte zur Terrorismusbekämpfung zu besuchen? Nur weil Markus darauf bestand. Entschuldige Mama, wir waren nur 5 Minuten da.

Ab durch die Wüste.

Burma trifft auf Big Ben.

Verrückte Aussies, epische Fahrt.

Top Deck, Top Fun Zeiten!

Ich bin überrascht, dass Markus mir dieses Foto für den Blog gegeben hat, weil sein Fuß nicht drin ist. Er findet es immer super wenn man nicht komplett auf dem Foto zu sehen ist. Das nächste Foto, das ich von ihm machte, enthielt seine beiden Füße, aber ich drehte die Kamera um 90 Grad für eine Porträtaufnahme. Ich fand es schön und ich weiß nicht, warum es den Schnitt nicht geschafft hat. Noch recht hübsch zwar, ausgeschlossene Extremitäten beiseite.

Sicherheitseinweisung. Nicht aufstehen da die Stromleitungen nur wenige Zentimeter über dem Dach hinwegfegen. Einfach absolut coole Fahrt.

Mehr Nickerchen.

Beachtet die Flagge neben dem gigantischen Motor. Es ist die australische Flagge. Ja, sie fahren nach Australien, geplante Ankunft am 1. Dezember.

Schön. Eine ganz neue Perspektive auf Bulma.

Wer fuhr Bulma, fragt ihr euch sicher? Unser furchtloser Teamkollege Oliver. Normalerweise  ein schrecklicher Rücksitzfahrer, trat auf er aufs Gas. Auf dem Beifahrersitz sitzt Rose, normalerweise ein Mitglied des Team Columbus, sie entschied sich an diesem Tag, Bulmas entzückende Klimaanlage zu nutzen und dem Aufruhr einer Shenlong plus Tramper-Invasion auf Big Ben zu entkommen.

Turkmenistan

Turkmenistan

Turkmenistan hat jährlich nur ca. 8000 Touristen und die Visa Prozedur ist auch nicht so ganz die einfachste. Wir hatten ein Transit-Visa für 5 Tage. Bei Einreise wurde unserem Auto ein GPS Tracker verpasst und wir dürften die geplante Route nicht verlassen. 

Direkt hinter der Grenze erreichten wir die Hauptstadt Ashgabat. Die Botschafterin von Turkmenistan in London riet uns ab Fotos zu machen, da es verboten ist  öffentliche/regierungs- Gebäuden zu fotografieren. Klar ist für uns nicht ersichtlich gewesen was jetzt Regierung ist und was nicht daher hab ich einfach mal meine Kamera draufgehalten, meistens aus dem Auto heraus.

Ashgabat ist wie eine perfekt angelegte Stadt aus Anno oder Simcity. Alles aus Marmor, Gebäude weiß, Autos nur in Weiß oder Silber, helle Bürgersteige, die Ampeln aus Edelstahl, jeder Baum und jeder Strauch perfekt angelegt und geschnitten. In dem kompletten Land, was etwa die Größe von Spanien hat, leben nur 5 Millionen Menschen. Die Hauptstadt wirkt busy – teilweise aber auch verlassen. Die Gebäude scheinen leer zu sein. Es gibt eine Universität, allerdings haben keinen einzigen Studenten gesehen, generell sehr wenige Menschen. Da kommt schnell der Verdacht auf das die ganze Stadt einfach nur ein großer Fake ist. Mehr Schein als sein.

Nach einer Woche Hitze im Iran, gönnten wir uns die erste Nacht ein 5 Sterne Hotel mit Pool. Eine Woche kein Alkohol gehabt (Iran…) Der Pool war offiziell ab 21 Uhr geschlossen aber unsere private Poolparty ging noch bis 3Uhr morgens.

 

Nach zwei Nächten in Ashgabat machten wir uns auf den Weg zum Krater von Derweze (Oder auch: „Das Tor zur Hölle“). Während Bohrungen im Jahr 1971 fanden Geologen zufällig eine mit Erdgas gefüllte unterirdische Höhle. Der Boden unter der Bohrplattform brach zusammen, wodurch ein großes Loch mit einem Durchmesser von etwa 70 Metern entstand. Um die Freisetzung des giftigen Gases zu vermeiden, wurde beschlossen, es zu verbrennen. Entgegen der ursprünglichen Hoffnung der Geologen verlosch das Feuer nicht nach einigen Tagen, sondern ist weiterhin aktiv. Der Krater liegt ca. 5 Km von der Hauptstraße entfernt. Die erste Top Offroad-Gelegenehit für unser Auto.

Natürlich blieben wir mehrfach im Sand stecken, 4-5 mal. Unser Auto hat halt nicht ganz die passende Bodenfreiheit für diese Art von Gelände 😉 . Es waren mehrere einheimische Abzocker auf Motocrossbikes unterwegs die ziemlich genervt haben. Die LKWs, die reihenweise die Strecke passierten, hätten uns für umsonst oder 1-2€ rausgezogen aber die Motocrossbiker redeten immer wieder auf die Trucker ein dafür 20$ zu verlangen, echt zum kotzen. Wir haben natürlich dankend abgelehnt und dann halt immer die Strecke blockiert.

Irgendwann kam dann doch mal zufällig der ein oder andere Geländerwagen vorbei der uns unentgeltlich aus der Patsche half.

Nach Stunden im Sandkasten konnten wir den Schein des Kraters erkennen.

Wir campten direkt am Rand des Kraters. Zum Glück drehte der Wind nicht in der Nacht, auf der anderen Seite des Kraters war es ein bisschen wärmer, dort herrschten quasi Saunatemperaturen.

Auf dem Rückweg verpassten wir unserem Tank eine leichte Delle, soweit ist alles Dicht, allerdings bleibt die Tankanzeige immer bei 3/4 stehen. Haben aber schon einen Test gemacht, sind auf den letzten Tropfen auf einer Tankstelle ausgerollt und haben 404km geschafft mit einem „vollen“ Tank.

Bei den Straßen hat es uns locker schon 6-7 mal die Felgen zerdeppert. Ein passender Hammer zum zurechtbiegen ist hier Gold wert. Rekordhalter ist bis jetzt Markus mit drei Felgen auf einmal.

Iran

Iran

Yeah unsere bislang längste Wartezeit an der Grenze. Die Bearbeitung der Zollformulare fürs Auto betrug am Ende ca. 6 Stunden. Ab jetzt 5 Teams im Konvoi: Konvoi Thumbs up 👍🏼👍🏼. Allerdings sollte man hier den „Daumen hoch“ nicht zu älteren Leuten zeigen da es hier eine Beleidigung ist. Die Jungend nimmt das richtig auf.

Am zweiten Tag verloren wir zwei Autos von unserem 5er Konvoi, ohne Handy und Internet kann sowas halt passieren…. Wenn dann zusätzlich noch der Tourguide einschläft und die Jungs nicht vom davonrasen abhält geht sowas schnell. Nach +30Min Wartezeit am Straßenrand trudelten die vermissten zwei Teams doch noch ein. Team Fat Pinguin hatte eine Panne, es hielt sofort einer am Straßenrand an und löste das Problem mit der Treibstoffleitung innerhalb von 10min.

Freiwillige Wanderung in Tabriz, die hälfte der Gruppe nahm die Seilbahn und die andere Hälfte wanderte hoch. Bei den Temperaturen hier sollte man sich das zweimal überlegen, zum Glück war es windig.

Unser Tourguide Rashed bei guter Laune, 30min später im Tiefschlaf.

Es ist einfach unglaublich hier. Ich habe noch nie so (gast)freundliche Menschen getroffen. Jeder begrüßt uns mega herzlich und möchte unbedingt hallo sagen. Where are u from? Welcome to Iran! Unfassbar. Auf den Tollroads haben wir kostenfreie durchfahrt, wir werden auf der Autobahn angehalten um Fotos zu machen, zum essen eingeladen usw.

Reparatur des ABS Problems und zurechtbiegen des Unterfahrschutzes für umgerechnet 7€.

Berg hoch und welches Auto macht als erstes Schlapp? Der 4×4 Fiat Panda :D.

Die Kinder sind begeistert von dem Drachenauto.

Das Essen ist lecker und günstig, allerdings gibt es leider nicht so viel Auswahl. Fast überall nur Kebap (Fleischspieß / Lamm, Hühnchen oder Rind). Ein Teller Kebap kosten 1-1,50€ und ein Steak, falls mal eins im Angebot ist 4€. Alles natürlich mit Reis Reis Reis oder Brot, jede Mahlzeit. Zum frühstück gibt es immer dünnes Fladenbrot mit Quark und Honig. 

Rob und Robin fuhren vor uns, auf einmal qualmte der Auspuff ziemlich verdächtig also haben wir direkt halt gemacht. Was ist passiert? Rob hatte morgens in der schnelle den Ölstand gemessen, dachte es wäre kein Öl mehr im Motor und hat 3L nachgekippt (was quasi einem kompletten Ölwechsel entspricht, ist ein „bisschen“ zu viel gewesen.) Das war mittlerweile vor einer Woche und jetzt in Turkmenistan ist das Auto seit zwei Tagen in der Werkstatt. Läuft alles nicht mehr so rund.

Wir wurden immer mal wieder von der Polizei angehalten und kontrolliert, am Anfang sind die Polizisten ein bisschen grimmig aber nachher super freundlich.

Der offizielle Wechselkurs von Euro zum iranischen Rial beträgt ca. 1:50.000 auf dem Schwarzmarkt kriegt man pro Euro 100.000 Rial. In Turkmenistan ist es noch krasser. Offizieller Kurs 1 EUR = 4,2 Manat / Auf dem Schwarzmarkt 1€ = 17,2 Manat. Durch die überaus vorteilhaften Wechselkurse kostet ein Liter Benzin im Iran 10 cent und in Turkmenistan 8,7 cent.  Einmal Volltanken bitte für 3,50-4,00€. Geldwechsel an der Grenze zu Turkmenistan aber noch im Iran. Schöne bunte Scheine, fast wie bei Monopoly.

Grenzübergang nach Turkmenistan, natürlich musste genau dann die Straße zu repariert werden, während wir am Tor warteten.

 

Republik Arzach

Republik Arzach

Republik Arzach. Die Republik ist ein stabilisiertes De-facto-Regime in Bergkarabach, das von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt wird. Die Vereinten Nationen und der Europarat betrachten das überwiegend von Armeniern bewohnte Gebiet als Bestandteil Aserbaidschans.

Weitere Informationen hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Republik_Arzach

An der Grenze gabelten wir Pablo (USA) auf. Pablo ist seit 5 Monaten unterwegs von Vietnam nach Schottland und reist nur mit kostenloser Unterkunft und kostenlosem Transport, also nur per Anhalter. Wir waren seine 535igste Fahrt per Anhalter.

Nach Ankunft in unsrem Guesthouse suchten wir den nächsten Fluss aus um uns mal anständig von den heißen Temperaturen abzukühlen. Wir ließen Pablo in unserem Auto schlafen und gingen am nächsten morgen zusammen auf Sightseeing Tour, besuchten ein Museum und eine Teppichfabrik. Ich konnte einem unschlagbaren Sonderangebot nicht Wiederstehen und kaufte diesen großartigen Teppich (Selbstverständlich mit Zertifikat).

Eine deutsche Tanksäule, die sich anscheinend verlaufen hat. Irgendwo in Armenien.

Am Nachmittag besuchten wir noch das Höhlendorf von Khndzoresk – Maps.Me führt uns immer über absolut top-geeignete Straßen. Anstatt zum Besucherparkplatz wurden wir hintenrum den Berg runter zu den Höhlen navigiert. Irgendwann auf halber streckte machten wir Stop und liefen die letzten Meter. Immerhin mussten wir so keinen Eintritt bezahlen.

Auf dem Rückweg musste Auto schon ziemlich kämpfen um den steilen Bergweg wieder hochzukommen. Also alle raus aus dem Auto und mit Anlauf und schieben hat es doch noch geklappt dem Tal zu entkommen.

Grayson neue Couch.

Gegen Dämmerung hatten wir nur noch 50km unbefestigte Straße, falls man das so nenne kann, vor uns. Die Installation von Unterfahrschutz und Lichtleiste haben sich definitiv gelohnt. Die ABS leuchtet seitdem, sonst läuft alles einwandfrei. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 20-30 Km/h geht hier natürlich schon ein wenig Zeit bei drauf.

Armenien – Teil 1

Armenien – Teil 1

Gerade über die Grenze und Armenien ist von Anfang an einfach richtig cool. Heute gibt es viele Bilder und wenig Text aber die Bilder sprechen für sich :).

Leider ist die Straße wegen Bauarbeiten gesperrt, am Ende dürften wir doch nach wenigen Minuten weiterfahren.

Erster Stop: Haghartsin Kloster:

Zweiter Stop: Sewanawank Kloster

Hauptstadt Jerewan: Jerewan Kaskade / 560 Stufen 😉

Garni Tempel: 

Nach mehreren Stunden den Berg hoch bei +40 Grad Außentemperatur, mussten wir mehrfach den Motor (110 Grad) abkühlen lassen.

Norawank Kloster:

Hier trafen wir auf  Team Wheels4all (Zwei Spanier und ein Argentinier, ein sehr sympathisches Team)

Zum Abschluss des Tages gabs noch eine kleine Abenteuer-Tour durch einen Flächenbrand. Teilweise hatten wir eine Sicht von 0m. Sind am Ende ohne Zwischenfälle durchgekommen.

Aserbaidschan

Aserbaidschan

Da unsere Iran-Tour in Armenien beginnt, mussten wir eigentlich nicht nach Aserbaidschan fahren, aber wir hatten bereits Visa gekauft und beschlossen, einen Tagesausflug daraus zu machen! Wir fuhren etwa 45 Minuten zur Grenze zwischen Georgien und Aserbaidschan, nur um von den freundlichsten Grenzsoldaten behandelt zu werden, die ich je getroffen habe!

Markus brauchte einige Zeit um den Papierkram für den Zoll zu erledigen, also entspannten wir uns am Grenztor, als zwei ältere Männer auf ein paar extra Bier und Snacks auf dem Tisch zeigten, die sie für uns bestellt hatten!

Nachdem wir am Grenztor eine Stunde lang mit diesen Typen rumgehangen hatten, beschlossen wir, dass es an der Zeit war, tatsächlich ins Land zu fahren.

Während der Fahrt mussten wir durch eine militärische Passkontrolle gehen, während das Militär unsere Informationen prüfte, kam ein sehr netter Herr vorbei, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung war und brachte uns in ein fantastisches Restaurant. Nach dem Essen versuchte er, uns in der nächsten Nacht auf noch mehr Bier und Wodka in seinem Heim einzuladen, leider hatten wir nur einen Tag Zeit für Aserbaidschan.

Nach ca. 3 Stunden Fahrt landeten wir in der Stadt Ganja! Ehrlich gesagt hatte die Stadt eine ziemlich merkwürdige Stimmung. Die Straßen waren riesig und leer, wir fanden sogar einen fast verlassenen Themenpark. Ehrlich gesagt, eines der gruseligsten Dinge inmitten einer Großstadt.

Nachdem ich mit ein paar der gruseligsten Disney-Charaktere, die ich je gesehen hatte, rumgehangen hatte, fuhren wir weiter durch Ganja.

Nachdem wir einige der heißesten Temperaturen auf unserem Display gesehen hatten, stießen wir am Stadtrand auf einen riesigen leeren, extrem überzogenen Platz. So etwas habe ich noch nie gesehen. Es fühlte sich sehr seltsam an, in der Nähe zu sein. Mit kaum jemandem in der Nähe.

Nach 3 Stunden Fahrt zurück zur Grenze kamen standen wir vor verschlossenen Toren. Die Grenze hatte bereits vor einer Stunde geschlossen. Wir sprachen ein paar Minuten mit den Grenzschutzbeamten und sie informierten uns, dass der nächste Grenzübergang 16 km entfernt ist. Leider gab es keinen direkten weg dorthin und wir dürften einen schönen Umweg fahren. Bevor wir die Grenze verließen, bestand der Grenzbeamte, den wir an diesem Morgen getroffen hatten, darauf, uns auf einen Kaffee einzuladen. Nach dem Kaffee machten wir uns also auf den Weg über einige schreckliche Straßen im Dunkeln!

Wir schafften es schließlich gegen 1 Uhr morgens zurück nach Georgien und nach Tbilisi. Als wir zurückkamen, fanden wir heraus, dass einer der besten Clubs der Welt ein großes Ereignis veranstaltete…. also war keine Zeit für Schlaf. Bassiani, wir kommen! Wichtig: Trinken oder lagern Sie keinen Alkohol im Hostel! Wenn man die Regeln befolgt, sollte sollte es nicht so aussehen:

Georgien

Georgien

Kennt ihr die Dinge, die beim zweiten Mal besser funktionieren? Nun, diese Grenze war eine davon. Nachdem wir die Horrorgeschichten von 9h+ Wartezeit an der Grenze Türkei-Georgien online gelesen hatten und dann aus erster Hand die Aufstellung und entsprechend längeren Gesichter der Rallyteams weiter hinten gesehen hatten, beschlossen wir, einen 2-3-stündigen Umweg zur nächsten Grenze in den Bergen zu machen. Obwohl tückischer, bevorzugten wir zunächst die kurvenreichen Straßen bis zum Siedepunkt und Beginn der Besetzung. Das änderte sich schnell, als die Dunkelheit einsetzte und sich der Bürgersteig in der Höhe als nicht so angenehm fahrbar erwies, ganz zu schweigen von dem höchst fragwürdigen Verhalten der lokalen Lkw-Fahrer auf den schmalen Straßen. Als wir nach Treibstoff suchten, zogen wir den Stecker auf dem Bergpass und beschlossen, bei einem schönen Abendessen in einem Restaurant mit einem umlaufenden Außentank zurück zur Grenze zu fahren und bis nach Einbruch der Dunkelheit abzuwarten. Es stellte sich heraus, dass der Grenzübergang zu dieser Zeit nur 90 Minuten dauerte, und wir flott Batumi erreichten und noch bis morgens 9Uhr feierten (Markus…, ich ging um 4 ins Bett)

Die Aussicht auf die Stadt in Tbilisi war spektakulär, leider gelang es nur einem aus unserem Team sich die Stadt anzuschauen, die anderen mussten sich von der Partynacht erholen. Danke an Seth. Allerdings war es auch in den Straßen ziemlich phänomenal. Diese ganze Region der Welt ist durchdrungen von riesigen Mengen an Geschichte, die immer noch stark ihre Kultur und ihr Essen schmeckt. Mhmmm. Nach einem Spaziergang durch die Straßen am Flussufer war die Rückkehr zur Jugendherberge am ersten Morgen noch schöner. Unser Hostel Fabrika könnte ein Posten für sich selbst sein. Vor zwei Jahren kauften die Partner eine verfallene sowjetische Textilfabrik und die Ergebnisse ihrer Bemühungen sind beeindruckend. Heute ist es eine aktive Kunstinstallation mit einem halben Dutzend Restaurants, einer riesigen Lounge, die jede Nacht mit Einheimischen und Ausländern gefüllt ist, die die Atmosphäre genießen, die nur das polare Gegenteil ihrer industriellen Sowjetherkunft sein kann. Straßenkunst bedeckte jeden Quadratmeter Wandfläche, hell und lebendig im Kontrast zum grauen Beton, der für die ursprüngliche Fabrik gegossen wurde. Weitere Pluspunkte waren ein eigener Club, internationales Essen, VW-Van-Foto, geparkte Oldtimer und sehr eindrucksvolle Sofas, einige über 5 Meter lang. Der billige Entwurf ist auch ein Pluspunkt. Alles in allem waren die drei Tage bzw. Nächte nötig, es war gut mal unsere Beine zu ausstrecken und Bulma ihre wohlverdiente Ruhe zu geben.

Istanbul

Istanbul

Übernachtung auf einem Camping Platz am Meer in Bulgarien mit Team Tyrannosaurus Wreck und Team Fat Pinguin. Unsere Dachplane hatte es schon zerlegt und der Regen in Bulgarien war echt heftig, da half auch der Regenschutz von meinem Rucksack nicht. Alle Klamotten komplett durchnässt, ebenso die Schlafsäcke. Natürliche war das sehr erfreulich. Bei den Strecken, die wir zurücklegen ,heißt Sonnenschein am Morgen absolut gar nichts. Die Nacht war dementsprechend etwas kühl ohne Schlafsack aber machbar. Bei Team Tyrannosaurus Wreck hatte es schon eine Fahrwerksfeder zerlegt, wir waren so Nett und habe eine unserer Backup-Fahrwerksfedern zur Verfügung gestellt und fachgerecht von unserem Cheftechniker Oliver einbauen lassen.

Blinder Passagier:

So, ab Türkei ists jetzt vorbei mit dem mobilen EU Internet. Unsere offline Navi-App Maps.Me ist auch nicht mehr so zuverlässig wie man es gewohnt ist. Sehr oft sind Ausfahrten gesperrt und das vorgeschlagene Abbiegen verboten. Eine Ausfahrt im gigantischen Istanbul verpasst und ca. 45Min gebraucht um zurück auf die Autobahn zu kommen. Nach der Ankunft im Hostel ließen wir den Abend, mit ein Paar Bierchen von der Dachterrasse unseres Hostels (mit Blick auf den Bosporus) und einem mega leckeren Abendessen in einem Lokal um die Ecke, ausklingen. Am nächsten Tag erkundeten wir ein bisschen die Gegend, passierten die großen Moscheen und besuchten den großen Bazar. Abends besuchten Grayson und ich noch ein historisches Hamam aus dem Jahr 1481 und ließen uns so richtig schön abschrubben. Adriano Celentano war angeblich auch schon da und weitere Berühmtheiten ;-). Ich glaube das war der erste Tag an dem wir mal nicht gefahren sind. 

 

Leben am Limit:

Wir haben 23 Uhr und das Tor war leider verschlossen, zum Glück hatte der Security vom Hafen um die Ecke die Telefonnummer vom Campingplatz-Security und der ließ uns dann rein. War ein langer Tag heute, schnell den Blogeintrag schreiben und dann ab ins Zelt. Morgen gehts dann weiter nach Georgien.