some last words by Grayson

some last words by Grayson

The rally has been a remarkable opportunity, it has been more and less than what I thought would happen, 20142kms and so many forgotten moments. There have been laughs and no cries, publicly at least. Deadlines were kept and places were seen, yalla-yalla.
There were many singalongs along the way. Some sang louder, some quieter. Sometimes i sang by myself. Usually at night, driving to or from some god forsaken border. This trip has taken a lot. Many things, much time, enough energy for double the allotted schedule and a decent few brain cells frankly. But whats its given in return will come to light for years. The day to days, weeks to months of this rally will turn into stories that make up part of the rest of our lives. Pretty stoked for the dust to be washed out and not eat another kebab for at least six months.
Honestly is a good way to put it, the rally was rough. When it comes down to it i am as happy i did it as that it is finished. You cant put a price on the interactions, bonding, laughs or flat tires that have come about as a result from a quick yes to a message received on a dock in Haida Gwaii. Thanks Seth. Thanks Markus, our super German. Oliver, who is braver than he now realizes.
To our nine blog followers, we could not have done it with the support from you as well. As much as this trip has been lurching from one spot to another on our own steam and incredibly cheap gas it would not have rolled out of the shop without the incredible generosity and support of so so many. It is with a heart full of thanks and a head full of cobwebs that my final entry is penned. I am so grateful for this opportunity, for everyone and everything that has made this our Mongol Rally.
Ziellinie

Ziellinie

Nach 20.142km in 53 Tagen und 10 Stunden erreichten wir mit qualmenden Reifen die Ziellinie. In Russland darf immer am ersten Samstag im Monat kein Alkohol verkauft werden, glücklicherweise fanden wir noch ein Hotel wo wir uns an der Bar in der Lobby eindeckten konnten.

Ein paar Asiaten machen mal wieder ein Shooting mit unserem Auto.

Dann wurde aktiv gefeiert die ganze Nacht :).

In der Bar Celentano… Natürlich kennt keiner Adriano bis auf die Italiener und meine Wenigkeit.

Definitiv mein Hero der Rally. Max aus Frankreich hat die Rally erfolgreich auf seiner Vespa beendet. Seit Turkmenistan liefen, beziehungsweise fuhren, wir uns immer wieder über den Weg.

Mongolia – Tag 7 – Ulaan Bataar.

Mongolia – Tag 7 – Ulaan Bataar.

Am nächsten morgen fanden wir unser Auto schön zugeparkt vor. Kein Plan was in den Leuten hier vorgeht. Sinnfrei?

Unser Auto konnten wir nach einer Stunde freikriegen, mussten uns in die Einfahrt stellen und den Weg blockieren ansonsten hätten die uns noch weiter zugeparkt. Die Italiener waren schlimmer dran, wurden von 6-7 Autos hintereinander zugeparkt.

Gegen Mittag erreichten wir den großen Markt und bummelten ein bisschen.

 

Nicht weit von unserem Auto hatte Max seine Vespa geparkt, auch vor seiner Vespa machten wir nicht halt. Insgesamt haben bestimmt 30% der Rally-Teams ungefragt einen Aufkleber von uns bekommen.

Dann besuchten wir noch Congji und seine Kollegin von unserer ausgewählten Hilfsorganisation TFCF Mongolia. Wir bekamen eine kleine Führung durch das neue Büro und sogar ein kleines Geschenk :). 

Durch unsere Sammelspende von ca. 4600$ an das TFCF Mongolia Dream Home Ger Projekt konnten wir hilfsbedürftigen Familien ein neues Zuhause geben. Die ersten sind bereits eingezogen.

Wir machten einen kurzen Ölcheck vor dem Rathaus und dann fuhren wir los Richtung Ulan-Ude (Russland) zur Ziellinie.

Um Mitternacht erreichten wir die Grenze, waren um zwei Uhr morgens durch. Der eigentlich Plan war irgendwo einen Schlafplatz, direkt hinter der Grenze zu finden, leider ohne Erfolg. Also beschlossen wir die letzten drei kleinen Stunden auch noch durchzufahren bis Ulan-Ude. 

 

Mongolei – Tag 6 – Richtung Ulaan Bataar

Mongolei – Tag 6 – Richtung Ulaan Bataar

Sind morgens früh los, wie immer – bei sommerlichen Temperaturen.

Die Straße nach Ulaan Bataar war nicht wirklich so gut wie erhofft. Natürlich hatten wir innerhalb von 30 Minuten den nächsten Platten (wahrscheinlich an exakt derselben Stelle wie letzte Nacht….)

Gegen nachmittag passierten wir ein paar Gers wo man auf Kamelen reiten konnte. Seth und Grayson waren sofort Feuer und Flamme. 

Zuerst gab es noch Tee und ein paar Snacks im Ger.

Dann ging es ab auf die Kamele und los in die Dünen.

Ulaan Bataar, die Hauptstadt der Mongolei, hier leben fast 1,5 Millionen Menschen, die Hälfte der Einwohner des Landes.

Bevor wir ein Hostel suchten, fuhren wir erst noch um die Stadt herum um Dschinghis Khan zu besuchen. Das 40 Meter hohe Monument wurde vor 10 Jahren errichtet und besteht aus 250 Tonnen Edelstahl. Wie immer parkten wir Stoßstange an Stoßstange.

Von oben schaut unser Auto ganz winzig aus.

Auf dem Rückweg in die Stadt hatten wir natürlich….. einen Platten. Badum’tss…

In Ulaan Bataar geht nichts, der Verkehr ist der Horror. 24/7 Stau. Mit Abstand die schlimmste Stadt der ganzen Rally.

In dem Hostel wo die anderen Teams übernachteten war kein Platz mehr frei, uns wurde ein Hostel um die Ecke empfohlen, Sara’s Hostel. Boah war das schlimm. Wir kamen an, man sagte uns, es ist noch Platz und wir warteten auf den Check-In, eine Stunde später zahlten wir und bekamen die Schlüssel, ohne jegliche Info welche Etage, Raum oder Bett Nummer oder was auch immer. Sara spricht natürlich kein Wort englisch. Irgendwie waren in verschiedenen Zimmern je noch ein Bett frei. Am Ende doch nicht aber wir hatten schon bezahlt. Ein netter aber aufbrausender Koreaner versuchte uns zu helfen in dem er lautstark auf Sara einredete, auf koreanisch natürlich. Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr und wollte nur noch ein Bett, irgendwo anderes aber nicht in diesem Saftladen. Letzten Endes bekamen wir doch noch drei Betten in einem Zimmer, hat nur 2,5 Stunden bis Mitternacht gedauert.

Mongolei – Tag 5

Mongolei – Tag 5

Am Morgen machten wir uns auf die Suche nach jemandem der Aluminium schweißen kann um unsere Ölwanne anständig abzudichten. Die Suche war erfolglos, man sagte uns hier im kleinen Städtchen Bayankhongor werden wir keinen finden, eher in der Hauptstadt Ulaan Bataar.

Die beiden Teams von gestern verließen uns gegen Mittag und wünschten uns viel erfolg. Also machten wir uns selber an die Arbeit und nutzen den Bürgersteig als Rampe um leichter unter das Auto zu kommen. 

Unsere Ölwanne sah sehr vertrauenserweckend aus mit den ganzen Rissen, immerhin noch in einem Stück…

In einem “Baumarkt” um die Ecke fanden wir einen Zweikomponentenkleber und machten uns ans Werk.

Als die Ölwanne mit einem komplettem Klebefilm überzogen war, parkte ein Land Cruiser neben uns, ein Mann stieg aus und schaute was wir da so treiben. Er sprach nicht so gut Englisch, machte einen Anruf und reichte das Telefon weiter an Seth. Eventuell wäre da jemand der Aluminum schweißen kann. Wenige Sekunden später saß Seth auch schon mit der Ölwanne im Land Cruiser und verschwand am Horizont.

Nach zwei Stunden tauchte Seth wieder auf, mit unserer geflickten Ölwanne. :). Der Typ im Land Cruiser hatte tatsächlich jemanden auftreiben können.

Am Ende stellte sich heraus das Mr. Land Cruiser der Besitzer des Hotels war. Wir bekamen sogar ein paar Getränke spendiert :).

Nach einem kleinen Mittagessen machten wir uns am mittlerweile späten Nachmittag auf die weg Richtung Ulaan Bataar.

In der Dämmerung machten wir noch bei einem Pferdetempel halt. Um was für Pferde es sich handelte wissen wir leider nicht. Die Atmosphäre war ziemlich cool, genau wie die Temperatur.

Ursprünglich hatten wir den Plan die Nacht durchzufahren bis Ulaan Bataar… Allerdings wurde die Straße nach ein paar Kilometern ziemlich löchrig und der nächste platte Reifen ließ nicht lange auf sich warten. Also beschlossen wir umzudrehen um in den letzten Ort zurückzufahren und dort zu übernachten.

 

Mongolei – Tag 4 – 100% Mongol Rally

Mongolei – Tag 4 – 100% Mongol Rally

In der Mongolei sind die Regale in den Einkaufsläden häufig mit der deutschen Premiummarke: Gut & Günstig gefüllt…

Heute standen 390km auf der Tagesagenda. Von einem anderen Team hatten wir bereits erfahren, dass die Strecke nicht ohne ist und 250km Schotterpiste auf uns warteten. Da mit einem langen Tag zu rechnen war, starteten wir früh, 6:30Uhr waren wir on the road.

Es gab einen Hauptweg, der eine ziemliche Wellblechpiste war und zig andere kleinere Wege die parallel durch die Walachei führten. Ganz so schlecht waren die Wege nicht, wir hatten wie immer einen flotten Fahrstil.

Nach den ersten 100km off-road machten wir einen Fotostop auf einem Hügel mit einer tollen Aussicht…

… als wir merkten – oh fuck, dass sieht nach einer undichten Stelle aus… dabei wurde die Ölwanne doch erst vor zwei Tagen geflickt.

Die Flicken waren noch gut, die Ölwanne hatte durch das unpassende Gelände zwei weitere Risse bekommen und die nächste Stadt war 160km entfernt.

Wir flickten die Ölwanne von außen so gut wie möglich mit ein paar Kleberesten, Überbleibsel vom letzten Flicken. Während der Kleber trocknete spielten wir ein bisschen im Gelände mit “Team Mayo to Mongolia” und “Team Smashed Avocado”.

So viele Wege – alle mit demselben Ziel. So weiter gehts im Zickzack, diesmal langsam fahren und aufpassen!

Wenige Minuten später….

Ok, mit so einem großen Ölverlust konnten wir natürlich nicht weiterfahren. Team Smashed Avocado, unsere Helden aus Australien, erklärten sich bereit uns kurz abzuschleppen mit ihrem Opel Meriva (1.2L) – bis in die nächste Stadt – 155km entfernt – durchs offene Gelände. Natürlich gab es Top Support durch unsere Lieblings-Iren vom Team Mayo to Mongolia, die immer wieder vorausfuhren, die Strecke auf Abschlepptauglichkeit auskundschafteten und uns die letzten Kilometer abschleppten, als der Meriva von Team Smashed Avocado anfing zu schlapp zu machen. (Hinweis: Der Teamname Mayo hat nichts mit Pommes oder Ketchup zu tun, die Gegend in Irland wo die herkommen, heißt so.) 

Auf der rechten Seite sieht man den Highway, der gerade gebaut wird aber natürlich nicht zugänglich ist und links die ganzen Feldwege.

Wir haben natürlich immer Lücken gesucht um irgendwie auf den Highway zu kommen, um wenigstens ein paar Kilometer angenehm fahren zu können bzw. abgeschleppt zu werden. Leider wurde dies immer wieder durch riesige Erdhaufen, die den Weg versperrten, unterbunden. Meistens bedeutete dies, umdrehen und zurückfahren.

Das schwierigste war das Abschleppen bergab. Da wir unseren Motor nicht laufen lassen konnten, funktionierten die Bremsen nicht wirklich und es stand nur die Handbremse zur Verfügung. Klar, dass bei einer Abschleppgeschwindigkeit von 20-60kmh ein Bremsweg von 2-3m Abschleppseil nicht ausreicht, besonders ohne nicht wirklich funktionierende Bremsen. Daher ist unser Auto nun vorne ein wenig zerbeult. Für eine größere Abfahrt trennten wir die Verbindung und rollten mehrere Kilometer geräuschlos ins Tal.

Durch das ungleichmäßige Ziehen durchs Gelände war unser Abschleppseil-Verschleiß nicht gerade gering. Wir verbrauchten alle vier verfügbaren Abschleppseile, welche immer wieder rissen und zusammengeknotet wurden: 35 mal.

Ein platter Reifen darf an so einem Tag natürlich nicht fehlen.

Irgendwann war dann natürlich noch die Autobatterie leer und wir wurden ohne Licht und Heizung in die dunkle, kalte Nacht hineingezogen.

Abgeschleppt werden unter einem der schönsten Nachthimmel, die ich bis jetzt gesehen habe. Leider ist mein Stativ gebrochen und ich hatte keine Zeit um ein anständiges Foto zu machen. Hatte immer nur 2-3 Min Zeit (wenn mal das Abschleppseil riss) und bei 25 Sekunden Belichtungszeit… ist das nicht viel. Aber immerhin kriegt ihr einen kleinen Eindruck :).

Endlich, nach Stunden des Abschleppens durch die Dunkelheit, konnte wir endlich die Lichter der Stadt erkennen. Doch der Eindruck kann täuschen, von dem Zeitpunkt des Fotos bis zum Erreichen der Stadt brauchten wir ca. 1,5-2 Stunden. Ohne anständige Straßen, mehrmals umdrehen und die Lücken im Gelände finden. Mit einem Land Cruiser querfeldein ist das sicher kein Problem aber unsere Rennmaschine ist eher für flaches Geländer ausgelegt.

Wir erreichten unsere Unterkunft gegen 22:30Uhr. Nach 16 Stunden im Auto, davon ca. die Hälfte am Abschleppseil. 1000 dank nochmal an Team Smashed Avocado und Team Mayo To Mongolia, ohne euch hätten wir das garantiert nicht geschafft! Noch geplante 4 Tage und 1263Km bis zur Ziellinie, hoffentlich kriegen wir unser Auto schnell wieder fahrtüchtig gemacht.

Mongolei Tag 2-3

Mongolei Tag 2-3

Gestern und heute ist nicht viel passiert, wir sind viel gefahren und haben die Landschaft genossen. Bis jetzt sind die Straßen in der Mongolei deutlich besser als erhofft (wenn vorhanden.)

Wir haben mittlerweile ein top Team gefunden mit dem wir durch die Mongolei cruises, „Team Mayo To Mongolia“ aus Irland.

Es werden viele Straßen gebaut bzw. erneuert und sind nicht befahrbar/gesperrt. Wir müssen daher immer einen der diversen Feldwege nebenan nehmen.

Wir versuchen natürlich immer, wenn die Bodenfreiheit es zulässt, irgendwie auf die Straße zu kommen. Meistens ist die Straße dann aber nach mehreren 100 Metern doch wieder gesperrt und wir müssen wenden und zurückfahren um von dem Damm wieder runter zu kommen.

Wilde Kamele, überall.

Die Speisekarten sind immer nur in mongolisch, falls man Glück hat, ab und zu auch mal in russisch. Mit dem passenden Dolmetscher kommt immerhin 75% der gewünschten Bestellung an.

Mongolei – Tag 1 – ACHTUNG TREIBER! AUFMERKSAMKEIT DER FAHER.

Mongolei – Tag 1 – ACHTUNG TREIBER! AUFMERKSAMKEIT DER FAHER.

Wir haben es geschafft, nach über 18.000km haben wir die Grenze zur Mongolei überquert. 

Die Landschaft ist unglaublich. Diese Weiten erinnern mich schon ein wenig an Neuseeland. Die „Straßen“ sind entweder supergut oder superschlecht…

Nach weniger als einer Stunde in der Mongolei konnte Seth nur noch an eines denken: “Nur fliegen ist schöner” und bretterte mit 100kmh über diese Bodenwelle und wir hoben ab gen Himmel.

“Nein Nein Nein – Ganz sicher, da waren keine Warnschilder”, kein Problem Seth, ich hab nochmal nachgezählt für dich mit Abdullah, drei Schilder hintereinander…

Naja auf jeden Fall sind wir schön abgehoben, haben fast die Kontrolle verloren. Natürlich haben wir sofort angehalten um zu prüfen ob alles Ordnung ist mit dem Auto. Nein leider nicht, das Öl lief aus und hörte nicht auf. Bei der Wucht so eines Aufschlags hilft auch kein Unterfahrschutz.

Keine zwei Minuten später tauchte auch schon Nurshuah mit seiner Frau auf, die den Knall vom Aufschlag mitbekommen hatten und im angrenzenden Dorf wohnen. Immerhin war dort ein Dorf und jemand der helfen konnte.

Wir schleppten das Auto zu seinem Haus und bekamen erstmal Tee und Kekse bevor wir mit der Analyse, Reparatur loslegten. Befund: die Ölwanne hatte ganz schön was abgekommen. Drei Risse. Seth hat natürlich ein mega schlechtes gewissen und sagt immer wieder das er seine Fahrerlaubnis für die Mongolei verloren hat… Die “Reparatur” dauerte fast den kompletten Tag und unser Auto verwandelte sich in einen Kinderspielplatz.

Die kleinen Racker haben natürlich Sticker gemopst :D.

Jeder half mit, sogar der Hund.

Der Wind war eisig, zum Glück wärmte die Sonne immerhin ein bisschen.

Unser Auto hat jetzt mindestens 10 Autogramme von Abdulla und seinen Geschwistern.

Einer von drei Brüchen:

Man hat richtig gemerkt das der arme Seth ein richtig schlechtes Gewissen hat. Wir dürfen uns jetzt keinen Aufschlag mehr erlauben und fahren seitdem gefühlt nur noch mit 30kmh durch die Mongolei.

Soweit halten die Flicken und es ist kein Öl ausgelaufen, hoffen wir mal das dies so bleibt :).

Russland

Russland

Nach dem Grenzübergang von Kasachstan nach Russland habe ich mich fast wie Zuhause gefühlt, die Landschaft sieht quasi genauso aus wie der Düsseldorfer Stadtrand und die Straßen in Russland sind bis jetzt besser als in Deutschland. Echt ein Traum seit Ländern mal wieder gemütlich fahren zu können. Wir haben ja Russland quasi nur angeschnitten um die in Mongolei zu fahren, für knapp über 1000km. Die erste Nacht verbrachten wir in einem Hostel, nebenan eine Bar wo wir von mehreren netten einheimischen zugequatscht wurden sind, auf russischen natürlich, dass wir kein Wort verstehen ist dabei natürlich egal.

Am nächsten Morgen fanden wir wieder mit unserem verloren gegangenen Konvoi aus Usbekistan zusammen, mittlerweile  waren wir 5-7 Tage im voraus gewesen.

Ob wir jetzt durch Russland fahren oder durch Süddeutschland, die Landschaft sieht echt sehr ähnlich aus.

Überfall auf einen kleinen Laden kurz vor der Grenze auf der Jagd nach Essen. Wir fuhren bis 2:30 nachts, da wir am nächsten morgen den Grenzübergang in die Mongolei machen wollten bzw. mussten, da am Folgetag (Sonntag) die Grenze geschlossen ist.

Wir übernachteten im einzigen Hostel/Hotel, 800m von der Grenze entfernt und gönnten uns 4h Schlaf, oder auch weniger. Einige schliefen im Auto vor der Grenze, bei unter 0 Grad Außentemperatur muss das für mich nicht sein.

Im Hintergrund sieht man den Schnee gar nicht so weit entfernt, ich war immer noch in Shorts und Flipflops, da meine lange Jeans irgendwo auf dem Dach verstaut war. Ich mein, schließlich ist ja Sommer, hab dabei nur nicht bedacht, dass die Temperaturen im Sommer um die 0-10 Grad schwanken, je nachdem wo man sich aufhält natürlich.

Mongolei wir kommen!

Kasachstan

Kasachstan

In Almaty, Kasachstan mieteten wir letzten Endes eine Wohnung via booking.com. Davor versuchten wir eine Wohnung über Airbnb zu finden. Zwei versuche, beide male wurde die Buchung bestätigt aber der Vermieter meldete sich nicht und am Ende kam raus das die Wohnung bereits vermietet war, der Vermieter aber am ende nicht stornieren wollte da diese sonst eine Strafgebühr an Airbnb zahlen müssen, also haben wir zwei mal den Telefonsupport einschalten müssen.

Wir verbrachten drei Nächte in Almaty, müde von der Fahrerei. Wir gingen abends aus für ein paar Drinks und den Rest der Zeit hingen wir ab und hatten leckere Mahlzeiten.

So die Polizisten liiiiiiieben Seth. Egal durch welches Land wir fahren, picken sie Ihn raus und fragen nach einem Autogramm. Immerhin bemerkenswert das wir bis jetzt aus jedem Polizeistop rausgekommen sind ohne eine Strafe zu bezahlen. Diesmal war der Polizist am Ende sogar so freundlich und gab uns seine Handynummer falls wir mal Probleme bekommen sollten.

Seth musste auf dem Fahrersitz platz nehmen, auf dem Beifahrer und der Rückbank saßen je ein Polizist. Er war schon ein bisschen verärgert da genau über die Geschwindigkeitslimits bescheid wusste. Ich stieg hinzu als die anderen bereits im Strafprozess waren. Die Stimmung war gut. Es ist immer am besten wenn die Polizisten oder Grenzbeamten dir eine Zigarette anbieten nachdem sie gesehen habe was du Ihnen angeboten hast. Sie nehmen eine um höflich zu sein aber in Wirklichkeit machen sie sich über dich lustig. Überprüfung der Geschwindigkeitskamera: Wir fuhren mit 109kmh, erlaubt waren 110 auf dem Highway. Team Shenlong: 2 – Polizei: 0.

Der legendäre deutsche Hessen-Pub, irgendwo am Straßenrand in Kasachstan. Auf die Nachfrage einer Speisekarte auf deutsch folgen allerdings verwirrte Blicke. (Urkunden an der Wand für den Koch und das Restaurant waren aber in deutscher Sprache). Die Steaks waren vorzüglich und das Bier auch, Hausbrauerei hinter der Theke.

Schau auf das gigantische Schlagloch unten links, wir Habens verfehlt weil wir das vorige trafen.

Jeder verlor ein “Leben” an diesem Tag. Immer wenn der Fahrer eine Panne verursacht wird gewechselt. Jeder Fahrer hatte zwischen 1-2 platte Reifen heute, einer führt ungeschlagen die Liste an. 

Zwei reifen sahen nach dem Tag heute ein bisschen abgenutzt aus.

Mit der Hilfe des Google-Übersetzers konnten wir unser Auto erneut erfolgreich flicken, das größte Problem ist passende 14” reifen zu finden, die Größe ist in diesen Ländern sehr unüblich.

Der bisher verworrenste Grenzübergang (nach Russland). Die Ausreise aus Kasachstan dauerte ca. 1 Stunde und dann passierte über 2 Stunden einfach gar nichts, die Grenze zu Russland war geschlossen und wir standen mit unseren Autos im nirgendwo zwischen den Ländern. Irgendwann gings dann doch weiter, aber davor, keine Informationen, nichts, einfach nur eine rote Ampel die dann irgendwann umsprang und alle drauf los fuhren.