Turkmenistan

Turkmenistan

Turkmenistan hat jährlich nur ca. 8000 Touristen und die Visa Prozedur ist auch nicht so ganz die einfachste. Wir hatten ein Transit-Visa für 5 Tage. Bei Einreise wurde unserem Auto ein GPS Tracker verpasst und wir dürften die geplante Route nicht verlassen. 

Direkt hinter der Grenze erreichten wir die Hauptstadt Ashgabat. Die Botschafterin von Turkmenistan in London riet uns ab Fotos zu machen, da es verboten ist  öffentliche/regierungs- Gebäuden zu fotografieren. Klar ist für uns nicht ersichtlich gewesen was jetzt Regierung ist und was nicht daher hab ich einfach mal meine Kamera draufgehalten, meistens aus dem Auto heraus.

Ashgabat ist wie eine perfekt angelegte Stadt aus Anno oder Simcity. Alles aus Marmor, Gebäude weiß, Autos nur in Weiß oder Silber, helle Bürgersteige, die Ampeln aus Edelstahl, jeder Baum und jeder Strauch perfekt angelegt und geschnitten. In dem kompletten Land, was etwa die Größe von Spanien hat, leben nur 5 Millionen Menschen. Die Hauptstadt wirkt busy – teilweise aber auch verlassen. Die Gebäude scheinen leer zu sein. Es gibt eine Universität, allerdings haben keinen einzigen Studenten gesehen, generell sehr wenige Menschen. Da kommt schnell der Verdacht auf das die ganze Stadt einfach nur ein großer Fake ist. Mehr Schein als sein.

Nach einer Woche Hitze im Iran, gönnten wir uns die erste Nacht ein 5 Sterne Hotel mit Pool. Eine Woche kein Alkohol gehabt (Iran…) Der Pool war offiziell ab 21 Uhr geschlossen aber unsere private Poolparty ging noch bis 3Uhr morgens.

 

Nach zwei Nächten in Ashgabat machten wir uns auf den Weg zum Krater von Derweze (Oder auch: „Das Tor zur Hölle“). Während Bohrungen im Jahr 1971 fanden Geologen zufällig eine mit Erdgas gefüllte unterirdische Höhle. Der Boden unter der Bohrplattform brach zusammen, wodurch ein großes Loch mit einem Durchmesser von etwa 70 Metern entstand. Um die Freisetzung des giftigen Gases zu vermeiden, wurde beschlossen, es zu verbrennen. Entgegen der ursprünglichen Hoffnung der Geologen verlosch das Feuer nicht nach einigen Tagen, sondern ist weiterhin aktiv. Der Krater liegt ca. 5 Km von der Hauptstraße entfernt. Die erste Top Offroad-Gelegenehit für unser Auto.

Natürlich blieben wir mehrfach im Sand stecken, 4-5 mal. Unser Auto hat halt nicht ganz die passende Bodenfreiheit für diese Art von Gelände 😉 . Es waren mehrere einheimische Abzocker auf Motocrossbikes unterwegs die ziemlich genervt haben. Die LKWs, die reihenweise die Strecke passierten, hätten uns für umsonst oder 1-2€ rausgezogen aber die Motocrossbiker redeten immer wieder auf die Trucker ein dafür 20$ zu verlangen, echt zum kotzen. Wir haben natürlich dankend abgelehnt und dann halt immer die Strecke blockiert.

Irgendwann kam dann doch mal zufällig der ein oder andere Geländerwagen vorbei der uns unentgeltlich aus der Patsche half.

Nach Stunden im Sandkasten konnten wir den Schein des Kraters erkennen.

Wir campten direkt am Rand des Kraters. Zum Glück drehte der Wind nicht in der Nacht, auf der anderen Seite des Kraters war es ein bisschen wärmer, dort herrschten quasi Saunatemperaturen.

Auf dem Rückweg verpassten wir unserem Tank eine leichte Delle, soweit ist alles Dicht, allerdings bleibt die Tankanzeige immer bei 3/4 stehen. Haben aber schon einen Test gemacht, sind auf den letzten Tropfen auf einer Tankstelle ausgerollt und haben 404km geschafft mit einem „vollen“ Tank.

Bei den Straßen hat es uns locker schon 6-7 mal die Felgen zerdeppert. Ein passender Hammer zum zurechtbiegen ist hier Gold wert. Rekordhalter ist bis jetzt Markus mit drei Felgen auf einmal.

Iran

Iran

Yeah unsere bislang längste Wartezeit an der Grenze. Die Bearbeitung der Zollformulare fürs Auto betrug am Ende ca. 6 Stunden. Ab jetzt 5 Teams im Konvoi: Konvoi Thumbs up 👍🏼👍🏼. Allerdings sollte man hier den „Daumen hoch“ nicht zu älteren Leuten zeigen da es hier eine Beleidigung ist. Die Jungend nimmt das richtig auf.

Am zweiten Tag verloren wir zwei Autos von unserem 5er Konvoi, ohne Handy und Internet kann sowas halt passieren…. Wenn dann zusätzlich noch der Tourguide einschläft und die Jungs nicht vom davonrasen abhält geht sowas schnell. Nach +30Min Wartezeit am Straßenrand trudelten die vermissten zwei Teams doch noch ein. Team Fat Pinguin hatte eine Panne, es hielt sofort einer am Straßenrand an und löste das Problem mit der Treibstoffleitung innerhalb von 10min.

Freiwillige Wanderung in Tabriz, die hälfte der Gruppe nahm die Seilbahn und die andere Hälfte wanderte hoch. Bei den Temperaturen hier sollte man sich das zweimal überlegen, zum Glück war es windig.

Unser Tourguide Rashed bei guter Laune, 30min später im Tiefschlaf.

Es ist einfach unglaublich hier. Ich habe noch nie so (gast)freundliche Menschen getroffen. Jeder begrüßt uns mega herzlich und möchte unbedingt hallo sagen. Where are u from? Welcome to Iran! Unfassbar. Auf den Tollroads haben wir kostenfreie durchfahrt, wir werden auf der Autobahn angehalten um Fotos zu machen, zum essen eingeladen usw.

Reparatur des ABS Problems und zurechtbiegen des Unterfahrschutzes für umgerechnet 7€.

Berg hoch und welches Auto macht als erstes Schlapp? Der 4×4 Fiat Panda :D.

Die Kinder sind begeistert von dem Drachenauto.

Das Essen ist lecker und günstig, allerdings gibt es leider nicht so viel Auswahl. Fast überall nur Kebap (Fleischspieß / Lamm, Hühnchen oder Rind). Ein Teller Kebap kosten 1-1,50€ und ein Steak, falls mal eins im Angebot ist 4€. Alles natürlich mit Reis Reis Reis oder Brot, jede Mahlzeit. Zum frühstück gibt es immer dünnes Fladenbrot mit Quark und Honig. 

Rob und Robin fuhren vor uns, auf einmal qualmte der Auspuff ziemlich verdächtig also haben wir direkt halt gemacht. Was ist passiert? Rob hatte morgens in der schnelle den Ölstand gemessen, dachte es wäre kein Öl mehr im Motor und hat 3L nachgekippt (was quasi einem kompletten Ölwechsel entspricht, ist ein „bisschen“ zu viel gewesen.) Das war mittlerweile vor einer Woche und jetzt in Turkmenistan ist das Auto seit zwei Tagen in der Werkstatt. Läuft alles nicht mehr so rund.

Wir wurden immer mal wieder von der Polizei angehalten und kontrolliert, am Anfang sind die Polizisten ein bisschen grimmig aber nachher super freundlich.

Der offizielle Wechselkurs von Euro zum iranischen Rial beträgt ca. 1:50.000 auf dem Schwarzmarkt kriegt man pro Euro 100.000 Rial. In Turkmenistan ist es noch krasser. Offizieller Kurs 1 EUR = 4,2 Manat / Auf dem Schwarzmarkt 1€ = 17,2 Manat. Durch die überaus vorteilhaften Wechselkurse kostet ein Liter Benzin im Iran 10 cent und in Turkmenistan 8,7 cent.  Einmal Volltanken bitte für 3,50-4,00€. Geldwechsel an der Grenze zu Turkmenistan aber noch im Iran. Schöne bunte Scheine, fast wie bei Monopoly.

Grenzübergang nach Turkmenistan, natürlich musste genau dann die Straße zu repariert werden, während wir am Tor warteten.

 

Republik Arzach

Republik Arzach

Republik Arzach. Die Republik ist ein stabilisiertes De-facto-Regime in Bergkarabach, das von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt wird. Die Vereinten Nationen und der Europarat betrachten das überwiegend von Armeniern bewohnte Gebiet als Bestandteil Aserbaidschans.

Weitere Informationen hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Republik_Arzach

An der Grenze gabelten wir Pablo (USA) auf. Pablo ist seit 5 Monaten unterwegs von Vietnam nach Schottland und reist nur mit kostenloser Unterkunft und kostenlosem Transport, also nur per Anhalter. Wir waren seine 535igste Fahrt per Anhalter.

Nach Ankunft in unsrem Guesthouse suchten wir den nächsten Fluss aus um uns mal anständig von den heißen Temperaturen abzukühlen. Wir ließen Pablo in unserem Auto schlafen und gingen am nächsten morgen zusammen auf Sightseeing Tour, besuchten ein Museum und eine Teppichfabrik. Ich konnte einem unschlagbaren Sonderangebot nicht Wiederstehen und kaufte diesen großartigen Teppich (Selbstverständlich mit Zertifikat).

Eine deutsche Tanksäule, die sich anscheinend verlaufen hat. Irgendwo in Armenien.

Am Nachmittag besuchten wir noch das Höhlendorf von Khndzoresk – Maps.Me führt uns immer über absolut top-geeignete Straßen. Anstatt zum Besucherparkplatz wurden wir hintenrum den Berg runter zu den Höhlen navigiert. Irgendwann auf halber streckte machten wir Stop und liefen die letzten Meter. Immerhin mussten wir so keinen Eintritt bezahlen.

Auf dem Rückweg musste Auto schon ziemlich kämpfen um den steilen Bergweg wieder hochzukommen. Also alle raus aus dem Auto und mit Anlauf und schieben hat es doch noch geklappt dem Tal zu entkommen.

Grayson neue Couch.

Gegen Dämmerung hatten wir nur noch 50km unbefestigte Straße, falls man das so nenne kann, vor uns. Die Installation von Unterfahrschutz und Lichtleiste haben sich definitiv gelohnt. Die ABS leuchtet seitdem, sonst läuft alles einwandfrei. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 20-30 Km/h geht hier natürlich schon ein wenig Zeit bei drauf.

Armenien – Teil 1

Armenien – Teil 1

Gerade über die Grenze und Armenien ist von Anfang an einfach richtig cool. Heute gibt es viele Bilder und wenig Text aber die Bilder sprechen für sich :).

Leider ist die Straße wegen Bauarbeiten gesperrt, am Ende dürften wir doch nach wenigen Minuten weiterfahren.

Erster Stop: Haghartsin Kloster:

Zweiter Stop: Sewanawank Kloster

Hauptstadt Jerewan: Jerewan Kaskade / 560 Stufen 😉

Garni Tempel: 

Nach mehreren Stunden den Berg hoch bei +40 Grad Außentemperatur, mussten wir mehrfach den Motor (110 Grad) abkühlen lassen.

Norawank Kloster:

Hier trafen wir auf  Team Wheels4all (Zwei Spanier und ein Argentinier, ein sehr sympathisches Team)

Zum Abschluss des Tages gabs noch eine kleine Abenteuer-Tour durch einen Flächenbrand. Teilweise hatten wir eine Sicht von 0m. Sind am Ende ohne Zwischenfälle durchgekommen.

Aserbaidschan

Aserbaidschan

Da unsere Iran-Tour in Armenien beginnt, mussten wir eigentlich nicht nach Aserbaidschan fahren, aber wir hatten bereits Visa gekauft und beschlossen, einen Tagesausflug daraus zu machen! Wir fuhren etwa 45 Minuten zur Grenze zwischen Georgien und Aserbaidschan, nur um von den freundlichsten Grenzsoldaten behandelt zu werden, die ich je getroffen habe!

Markus brauchte einige Zeit um den Papierkram für den Zoll zu erledigen, also entspannten wir uns am Grenztor, als zwei ältere Männer auf ein paar extra Bier und Snacks auf dem Tisch zeigten, die sie für uns bestellt hatten!

Nachdem wir am Grenztor eine Stunde lang mit diesen Typen rumgehangen hatten, beschlossen wir, dass es an der Zeit war, tatsächlich ins Land zu fahren.

Während der Fahrt mussten wir durch eine militärische Passkontrolle gehen, während das Militär unsere Informationen prüfte, kam ein sehr netter Herr vorbei, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung war und brachte uns in ein fantastisches Restaurant. Nach dem Essen versuchte er, uns in der nächsten Nacht auf noch mehr Bier und Wodka in seinem Heim einzuladen, leider hatten wir nur einen Tag Zeit für Aserbaidschan.

Nach ca. 3 Stunden Fahrt landeten wir in der Stadt Ganja! Ehrlich gesagt hatte die Stadt eine ziemlich merkwürdige Stimmung. Die Straßen waren riesig und leer, wir fanden sogar einen fast verlassenen Themenpark. Ehrlich gesagt, eines der gruseligsten Dinge inmitten einer Großstadt.

Nachdem ich mit ein paar der gruseligsten Disney-Charaktere, die ich je gesehen hatte, rumgehangen hatte, fuhren wir weiter durch Ganja.

Nachdem wir einige der heißesten Temperaturen auf unserem Display gesehen hatten, stießen wir am Stadtrand auf einen riesigen leeren, extrem überzogenen Platz. So etwas habe ich noch nie gesehen. Es fühlte sich sehr seltsam an, in der Nähe zu sein. Mit kaum jemandem in der Nähe.

Nach 3 Stunden Fahrt zurück zur Grenze kamen standen wir vor verschlossenen Toren. Die Grenze hatte bereits vor einer Stunde geschlossen. Wir sprachen ein paar Minuten mit den Grenzschutzbeamten und sie informierten uns, dass der nächste Grenzübergang 16 km entfernt ist. Leider gab es keinen direkten weg dorthin und wir dürften einen schönen Umweg fahren. Bevor wir die Grenze verließen, bestand der Grenzbeamte, den wir an diesem Morgen getroffen hatten, darauf, uns auf einen Kaffee einzuladen. Nach dem Kaffee machten wir uns also auf den Weg über einige schreckliche Straßen im Dunkeln!

Wir schafften es schließlich gegen 1 Uhr morgens zurück nach Georgien und nach Tbilisi. Als wir zurückkamen, fanden wir heraus, dass einer der besten Clubs der Welt ein großes Ereignis veranstaltete…. also war keine Zeit für Schlaf. Bassiani, wir kommen! Wichtig: Trinken oder lagern Sie keinen Alkohol im Hostel! Wenn man die Regeln befolgt, sollte sollte es nicht so aussehen:

Georgien

Georgien

Kennt ihr die Dinge, die beim zweiten Mal besser funktionieren? Nun, diese Grenze war eine davon. Nachdem wir die Horrorgeschichten von 9h+ Wartezeit an der Grenze Türkei-Georgien online gelesen hatten und dann aus erster Hand die Aufstellung und entsprechend längeren Gesichter der Rallyteams weiter hinten gesehen hatten, beschlossen wir, einen 2-3-stündigen Umweg zur nächsten Grenze in den Bergen zu machen. Obwohl tückischer, bevorzugten wir zunächst die kurvenreichen Straßen bis zum Siedepunkt und Beginn der Besetzung. Das änderte sich schnell, als die Dunkelheit einsetzte und sich der Bürgersteig in der Höhe als nicht so angenehm fahrbar erwies, ganz zu schweigen von dem höchst fragwürdigen Verhalten der lokalen Lkw-Fahrer auf den schmalen Straßen. Als wir nach Treibstoff suchten, zogen wir den Stecker auf dem Bergpass und beschlossen, bei einem schönen Abendessen in einem Restaurant mit einem umlaufenden Außentank zurück zur Grenze zu fahren und bis nach Einbruch der Dunkelheit abzuwarten. Es stellte sich heraus, dass der Grenzübergang zu dieser Zeit nur 90 Minuten dauerte, und wir flott Batumi erreichten und noch bis morgens 9Uhr feierten (Markus…, ich ging um 4 ins Bett)

Die Aussicht auf die Stadt in Tbilisi war spektakulär, leider gelang es nur einem aus unserem Team sich die Stadt anzuschauen, die anderen mussten sich von der Partynacht erholen. Danke an Seth. Allerdings war es auch in den Straßen ziemlich phänomenal. Diese ganze Region der Welt ist durchdrungen von riesigen Mengen an Geschichte, die immer noch stark ihre Kultur und ihr Essen schmeckt. Mhmmm. Nach einem Spaziergang durch die Straßen am Flussufer war die Rückkehr zur Jugendherberge am ersten Morgen noch schöner. Unser Hostel Fabrika könnte ein Posten für sich selbst sein. Vor zwei Jahren kauften die Partner eine verfallene sowjetische Textilfabrik und die Ergebnisse ihrer Bemühungen sind beeindruckend. Heute ist es eine aktive Kunstinstallation mit einem halben Dutzend Restaurants, einer riesigen Lounge, die jede Nacht mit Einheimischen und Ausländern gefüllt ist, die die Atmosphäre genießen, die nur das polare Gegenteil ihrer industriellen Sowjetherkunft sein kann. Straßenkunst bedeckte jeden Quadratmeter Wandfläche, hell und lebendig im Kontrast zum grauen Beton, der für die ursprüngliche Fabrik gegossen wurde. Weitere Pluspunkte waren ein eigener Club, internationales Essen, VW-Van-Foto, geparkte Oldtimer und sehr eindrucksvolle Sofas, einige über 5 Meter lang. Der billige Entwurf ist auch ein Pluspunkt. Alles in allem waren die drei Tage bzw. Nächte nötig, es war gut mal unsere Beine zu ausstrecken und Bulma ihre wohlverdiente Ruhe zu geben.

Istanbul

Istanbul

Übernachtung auf einem Camping Platz am Meer in Bulgarien mit Team Tyrannosaurus Wreck und Team Fat Pinguin. Unsere Dachplane hatte es schon zerlegt und der Regen in Bulgarien war echt heftig, da half auch der Regenschutz von meinem Rucksack nicht. Alle Klamotten komplett durchnässt, ebenso die Schlafsäcke. Natürliche war das sehr erfreulich. Bei den Strecken, die wir zurücklegen ,heißt Sonnenschein am Morgen absolut gar nichts. Die Nacht war dementsprechend etwas kühl ohne Schlafsack aber machbar. Bei Team Tyrannosaurus Wreck hatte es schon eine Fahrwerksfeder zerlegt, wir waren so Nett und habe eine unserer Backup-Fahrwerksfedern zur Verfügung gestellt und fachgerecht von unserem Cheftechniker Oliver einbauen lassen.

Blinder Passagier:

So, ab Türkei ists jetzt vorbei mit dem mobilen EU Internet. Unsere offline Navi-App Maps.Me ist auch nicht mehr so zuverlässig wie man es gewohnt ist. Sehr oft sind Ausfahrten gesperrt und das vorgeschlagene Abbiegen verboten. Eine Ausfahrt im gigantischen Istanbul verpasst und ca. 45Min gebraucht um zurück auf die Autobahn zu kommen. Nach der Ankunft im Hostel ließen wir den Abend, mit ein Paar Bierchen von der Dachterrasse unseres Hostels (mit Blick auf den Bosporus) und einem mega leckeren Abendessen in einem Lokal um die Ecke, ausklingen. Am nächsten Tag erkundeten wir ein bisschen die Gegend, passierten die großen Moscheen und besuchten den großen Bazar. Abends besuchten Grayson und ich noch ein historisches Hamam aus dem Jahr 1481 und ließen uns so richtig schön abschrubben. Adriano Celentano war angeblich auch schon da und weitere Berühmtheiten ;-). Ich glaube das war der erste Tag an dem wir mal nicht gefahren sind. 

 

Leben am Limit:

Wir haben 23 Uhr und das Tor war leider verschlossen, zum Glück hatte der Security vom Hafen um die Ecke die Telefonnummer vom Campingplatz-Security und der ließ uns dann rein. War ein langer Tag heute, schnell den Blogeintrag schreiben und dann ab ins Zelt. Morgen gehts dann weiter nach Georgien.

Ukraine bis Rumänien

Ukraine bis Rumänien

Von der Ukraine fuhren wir ziemlich flott weiter nach Moldawien (Land of Sunflowers). In der größeren Stadt Bălți hatten wir ein leckeres Abendessen. Leider gibt es in Bălți kein Hostel, haben aber ein günstiges Hotel gefunden, 7€ pro person, Ein Klo den Gang runter, winzige Zimmer und keine Duschen. Hat auf jeden Fall gereicht. Auf dem Weg zum Hotel waren Robin und Rob ca. 200m voraus und wurde aus dem Verkehr gezogen, angeblich wegen einer rot-überfahrenen Ampel. Der Beamte verlange 50€ (übertrieben). Nach langem hin und her verlangten sie ein offizielles Strafticket (20€), die Beamten hatten wohl keine Lust auf Papierkram und am Ende mussten die zwei doch nicht zahlen.

Zwischen Moldawien und der Ukraine gibt es ein unabhängiges Gebiet welches international nicht anerkannt wird: Transnistrien. Der abtrünnige Landesteil befindet sich außerhalb der Kontrolle der moldauischen Regierung. Das klingt doch interessant, also auf nach Transnistrien. Die Einreise erfolgte recht unproblematisch – wir bekamen ein Transitvisum für 10 Stunden. Es gibt eigentlich nur eine größere Stadt, die Hauptstadt Tiraspol. Hier machten wir einen kurzen Stop für ein Mittagessen, ein bisschen Sightseeing und um ein bisschen Geldscheine zu tauschen, die nirgendwo auf der Welt einen Gegenwert haben.

Bei der Wiedereinreise in die Ukraine gab es eine Herausforderung da wir nur einen Einreisestempel von Moldawien hatten aber keinen Ausreisestempel. Macht ja irgendwo Sinn da es an der Grenze von Moldawien/Transnistrien keine Grenzposten von Moldawien gibt, da Transnistrien nicht anerkannt wird. Nach einigem hin und her und Unterstützung eines netten französischen EU-Beamten konnten wir wieder problemlos in die Ukraine einreisen. Und bekamen hinter der Grenze von einem Moldavischen Grenzbeamten der zufällig vor Ort war die notwendigen Ausreisestempel.

Am späten Nachmittag erreichten wir Odessa, eine große Stadt am schwarzen Meer. Nach Stunden im Stadtverkehr fanden wir auch ein nettes kleines Hostel. Nach dem abladen und verstauen von unserem ganzen Zeug gingen aus für ein paar Bier und ein leckeres Abendessen (2×0,5L Bier + Essen für umgerechnet 3,27€). Es hat echt gut getan nach der ganzen Fahrerei von früh bis spät der letzten Tage.

Bulma hat heute nachmittag den ersten Offroad-Test erfolgreich und ohne Probleme absolviert. Die Schotterpiste neben den Feldern war angenehmer zu fahren als die normalen Straßen, da diese oft unsagbar schlecht sind und mehr Löcher haben als ein Schweizer Käse. Der Eigenbau-Unterfahrschutz hat sich jetzt schon mehrfach gelohnt.

Leider gibt es keinen Grenzübergang zwischen der Ukraine und Rumänien daher müssen wir für weniger als einen KM nochmal nach Moldawien einreisen und nach 5min wieder ausreisen nach Rumänien, das sind natürlich wieder bei jedem Grenzübergang locker 1-2 Stunden für Papierkram und Zollkontrolle.

Slowakei – Ukraine

Slowakei – Ukraine

Nach dem Start schlossen wir uns spontan Robin & Rob an, um in Richtung Osten zu fahren. Anstatt wie gedacht Richtung Süd-West. Nach einige Umwegen übernachteten wir spät abends auf einem Campingplatz im Tatras Gebirge (Slowakei).

Nach einem leckeren Frühstück für 3€ zogen wir weiter gen Osten und machten Halt an einem See und später an einer Burg, die wir von der Autobahn aus erspäht hatten. Wir wanderten bis nach ganz oben. Ein bisschen bewegen, wenn man fast ganzen Tag im Auto sitzt, muss ja auch mal sein.

Mittags entschlossen wir uns spontan Richtung Ukraine zu fahren. Ohne irgendwelche Vorbereitungen, dass ist ja auch irgendwo der Sinn der Rally :D. Mal schauen ob die uns rein lassen. Stunden später an der Grenze kam unser Auto sehr gut an und als einer der Grenzbeamten unser Nummernschild per Funk durchgeben musste, hat der schon lachen müssen. Wir konnte ohne Probleme passieren, hatten nur einen Stempel vom Zoll nicht bekommen und mussten nochmal zurückfahren zu einem anderen Posten. Das war alles ein bisschen unorganisiert oder vll auch einfach nicht klar verständlich für uns. Robin & Rob hatten nicht alle Papiere dabei, die Versicherungsdokumente fehlten wohl. Nach vielem hin und her wir die beiden durch die Blume nach Geld gefragt. Beide haben sich einfach dumm gestellt und irgendwann war die Autoschlange hinter ihnen so lang das sie einfach passieren dürften. Geschafft, alle über die Grenze, nach über 2h. Das war gegen ca. 20Uhr. Willkommen in der Ukraine.

Nach mehreren Stunden weiterfahrt machten wir gegen Mitternacht halt irgendwo im nirgendwo n einem Motel, drei Doppelzimmer für je 12€. Also 6€ pro person, da kann man nichts gegen sagen. Aufgrund der für uns nicht lesbaren Speisekarte haben wir zum Frühstück irgendwas bestellt. War sogar ganz lecker ;-). In der Ukraine gibts Mittagsgerichte zum Frühstück.

Gerade fahren wir Richtung Moldawien. Die Straßen sind oft so dermaßen mit Schlaglöchern übersät, dass man schon ziemlich aufpassen muss. Alle fahren links rechts über und untereinander um den Löchern auszuweichen.

Start – Auf gehts!

Start – Auf gehts!

Das Stargelände war hammermäßig aufgebaut, alles im Mad Max Style. Großes Lob an die Veranstalter. 

  mongolisches Wrestling.

(Foto mit der turkmenischen Botschafterin und ihrem Mann – sie hielt eine Rede was man beachten sollte wenn man in Turkmenistan ist, was alles erlaubt ist und was nicht.)

Nach einer langen Nacht und der offiziellen Startzeremonie heute morgen sind wir jetzt auf dem Weg Richtung Osten. Zuerst stand Budapest auf der Liste (die nicht existiert) aber wir fahren jetzt in Richtung Tatra Gebirge.