some last words by Grayson

some last words by Grayson

The rally has been a remarkable opportunity, it has been more and less than what I thought would happen, 20142kms and so many forgotten moments. There have been laughs and no cries, publicly at least. Deadlines were kept and places were seen, yalla-yalla.
There were many singalongs along the way. Some sang louder, some quieter. Sometimes i sang by myself. Usually at night, driving to or from some god forsaken border. This trip has taken a lot. Many things, much time, enough energy for double the allotted schedule and a decent few brain cells frankly. But whats its given in return will come to light for years. The day to days, weeks to months of this rally will turn into stories that make up part of the rest of our lives. Pretty stoked for the dust to be washed out and not eat another kebab for at least six months.
Honestly is a good way to put it, the rally was rough. When it comes down to it i am as happy i did it as that it is finished. You cant put a price on the interactions, bonding, laughs or flat tires that have come about as a result from a quick yes to a message received on a dock in Haida Gwaii. Thanks Seth. Thanks Markus, our super German. Oliver, who is braver than he now realizes.
To our nine blog followers, we could not have done it with the support from you as well. As much as this trip has been lurching from one spot to another on our own steam and incredibly cheap gas it would not have rolled out of the shop without the incredible generosity and support of so so many. It is with a heart full of thanks and a head full of cobwebs that my final entry is penned. I am so grateful for this opportunity, for everyone and everything that has made this our Mongol Rally.
Ziellinie

Ziellinie

Nach 20.142km in 53 Tagen und 10 Stunden erreichten wir mit qualmenden Reifen die Ziellinie. In Russland darf immer am ersten Samstag im Monat kein Alkohol verkauft werden, glücklicherweise fanden wir noch ein Hotel wo wir uns an der Bar in der Lobby eindeckten konnten.

Ein paar Asiaten machen mal wieder ein Shooting mit unserem Auto.

Dann wurde aktiv gefeiert die ganze Nacht :).

In der Bar Celentano… Natürlich kennt keiner Adriano bis auf die Italiener und meine Wenigkeit.

Definitiv mein Hero der Rally. Max aus Frankreich hat die Rally erfolgreich auf seiner Vespa beendet. Seit Turkmenistan liefen, beziehungsweise fuhren, wir uns immer wieder über den Weg.

Mongolia – Tag 7 – Ulaan Bataar.

Mongolia – Tag 7 – Ulaan Bataar.

Am nächsten morgen fanden wir unser Auto schön zugeparkt vor. Kein Plan was in den Leuten hier vorgeht. Sinnfrei?

Unser Auto konnten wir nach einer Stunde freikriegen, mussten uns in die Einfahrt stellen und den Weg blockieren ansonsten hätten die uns noch weiter zugeparkt. Die Italiener waren schlimmer dran, wurden von 6-7 Autos hintereinander zugeparkt.

Gegen Mittag erreichten wir den großen Markt und bummelten ein bisschen.

 

Nicht weit von unserem Auto hatte Max seine Vespa geparkt, auch vor seiner Vespa machten wir nicht halt. Insgesamt haben bestimmt 30% der Rally-Teams ungefragt einen Aufkleber von uns bekommen.

Dann besuchten wir noch Congji und seine Kollegin von unserer ausgewählten Hilfsorganisation TFCF Mongolia. Wir bekamen eine kleine Führung durch das neue Büro und sogar ein kleines Geschenk :). 

Durch unsere Sammelspende von ca. 4600$ an das TFCF Mongolia Dream Home Ger Projekt konnten wir hilfsbedürftigen Familien ein neues Zuhause geben. Die ersten sind bereits eingezogen.

Wir machten einen kurzen Ölcheck vor dem Rathaus und dann fuhren wir los Richtung Ulan-Ude (Russland) zur Ziellinie.

Um Mitternacht erreichten wir die Grenze, waren um zwei Uhr morgens durch. Der eigentlich Plan war irgendwo einen Schlafplatz, direkt hinter der Grenze zu finden, leider ohne Erfolg. Also beschlossen wir die letzten drei kleinen Stunden auch noch durchzufahren bis Ulan-Ude. 

 

Mongolei – Tag 6 – Richtung Ulaan Bataar

Mongolei – Tag 6 – Richtung Ulaan Bataar

Sind morgens früh los, wie immer – bei sommerlichen Temperaturen.

Die Straße nach Ulaan Bataar war nicht wirklich so gut wie erhofft. Natürlich hatten wir innerhalb von 30 Minuten den nächsten Platten (wahrscheinlich an exakt derselben Stelle wie letzte Nacht….)

Gegen nachmittag passierten wir ein paar Gers wo man auf Kamelen reiten konnte. Seth und Grayson waren sofort Feuer und Flamme. 

Zuerst gab es noch Tee und ein paar Snacks im Ger.

Dann ging es ab auf die Kamele und los in die Dünen.

Ulaan Bataar, die Hauptstadt der Mongolei, hier leben fast 1,5 Millionen Menschen, die Hälfte der Einwohner des Landes.

Bevor wir ein Hostel suchten, fuhren wir erst noch um die Stadt herum um Dschinghis Khan zu besuchen. Das 40 Meter hohe Monument wurde vor 10 Jahren errichtet und besteht aus 250 Tonnen Edelstahl. Wie immer parkten wir Stoßstange an Stoßstange.

Von oben schaut unser Auto ganz winzig aus.

Auf dem Rückweg in die Stadt hatten wir natürlich….. einen Platten. Badum’tss…

In Ulaan Bataar geht nichts, der Verkehr ist der Horror. 24/7 Stau. Mit Abstand die schlimmste Stadt der ganzen Rally.

In dem Hostel wo die anderen Teams übernachteten war kein Platz mehr frei, uns wurde ein Hostel um die Ecke empfohlen, Sara’s Hostel. Boah war das schlimm. Wir kamen an, man sagte uns, es ist noch Platz und wir warteten auf den Check-In, eine Stunde später zahlten wir und bekamen die Schlüssel, ohne jegliche Info welche Etage, Raum oder Bett Nummer oder was auch immer. Sara spricht natürlich kein Wort englisch. Irgendwie waren in verschiedenen Zimmern je noch ein Bett frei. Am Ende doch nicht aber wir hatten schon bezahlt. Ein netter aber aufbrausender Koreaner versuchte uns zu helfen in dem er lautstark auf Sara einredete, auf koreanisch natürlich. Irgendwann hatte ich keinen Bock mehr und wollte nur noch ein Bett, irgendwo anderes aber nicht in diesem Saftladen. Letzten Endes bekamen wir doch noch drei Betten in einem Zimmer, hat nur 2,5 Stunden bis Mitternacht gedauert.

Mongolei – Tag 5

Mongolei – Tag 5

Am Morgen machten wir uns auf die Suche nach jemandem der Aluminium schweißen kann um unsere Ölwanne anständig abzudichten. Die Suche war erfolglos, man sagte uns hier im kleinen Städtchen Bayankhongor werden wir keinen finden, eher in der Hauptstadt Ulaan Bataar.

Die beiden Teams von gestern verließen uns gegen Mittag und wünschten uns viel erfolg. Also machten wir uns selber an die Arbeit und nutzen den Bürgersteig als Rampe um leichter unter das Auto zu kommen. 

Unsere Ölwanne sah sehr vertrauenserweckend aus mit den ganzen Rissen, immerhin noch in einem Stück…

In einem “Baumarkt” um die Ecke fanden wir einen Zweikomponentenkleber und machten uns ans Werk.

Als die Ölwanne mit einem komplettem Klebefilm überzogen war, parkte ein Land Cruiser neben uns, ein Mann stieg aus und schaute was wir da so treiben. Er sprach nicht so gut Englisch, machte einen Anruf und reichte das Telefon weiter an Seth. Eventuell wäre da jemand der Aluminum schweißen kann. Wenige Sekunden später saß Seth auch schon mit der Ölwanne im Land Cruiser und verschwand am Horizont.

Nach zwei Stunden tauchte Seth wieder auf, mit unserer geflickten Ölwanne. :). Der Typ im Land Cruiser hatte tatsächlich jemanden auftreiben können.

Am Ende stellte sich heraus das Mr. Land Cruiser der Besitzer des Hotels war. Wir bekamen sogar ein paar Getränke spendiert :).

Nach einem kleinen Mittagessen machten wir uns am mittlerweile späten Nachmittag auf die weg Richtung Ulaan Bataar.

In der Dämmerung machten wir noch bei einem Pferdetempel halt. Um was für Pferde es sich handelte wissen wir leider nicht. Die Atmosphäre war ziemlich cool, genau wie die Temperatur.

Ursprünglich hatten wir den Plan die Nacht durchzufahren bis Ulaan Bataar… Allerdings wurde die Straße nach ein paar Kilometern ziemlich löchrig und der nächste platte Reifen ließ nicht lange auf sich warten. Also beschlossen wir umzudrehen um in den letzten Ort zurückzufahren und dort zu übernachten.

 

Mongolei – Tag 4 – 100% Mongol Rally

Mongolei – Tag 4 – 100% Mongol Rally

In der Mongolei sind die Regale in den Einkaufsläden häufig mit der deutschen Premiummarke: Gut & Günstig gefüllt…

Heute standen 390km auf der Tagesagenda. Von einem anderen Team hatten wir bereits erfahren, dass die Strecke nicht ohne ist und 250km Schotterpiste auf uns warteten. Da mit einem langen Tag zu rechnen war, starteten wir früh, 6:30Uhr waren wir on the road.

Es gab einen Hauptweg, der eine ziemliche Wellblechpiste war und zig andere kleinere Wege die parallel durch die Walachei führten. Ganz so schlecht waren die Wege nicht, wir hatten wie immer einen flotten Fahrstil.

Nach den ersten 100km off-road machten wir einen Fotostop auf einem Hügel mit einer tollen Aussicht…

… als wir merkten – oh fuck, dass sieht nach einer undichten Stelle aus… dabei wurde die Ölwanne doch erst vor zwei Tagen geflickt.

Die Flicken waren noch gut, die Ölwanne hatte durch das unpassende Gelände zwei weitere Risse bekommen und die nächste Stadt war 160km entfernt.

Wir flickten die Ölwanne von außen so gut wie möglich mit ein paar Kleberesten, Überbleibsel vom letzten Flicken. Während der Kleber trocknete spielten wir ein bisschen im Gelände mit “Team Mayo to Mongolia” und “Team Smashed Avocado”.

So viele Wege – alle mit demselben Ziel. So weiter gehts im Zickzack, diesmal langsam fahren und aufpassen!

Wenige Minuten später….

Ok, mit so einem großen Ölverlust konnten wir natürlich nicht weiterfahren. Team Smashed Avocado, unsere Helden aus Australien, erklärten sich bereit uns kurz abzuschleppen mit ihrem Opel Meriva (1.2L) – bis in die nächste Stadt – 155km entfernt – durchs offene Gelände. Natürlich gab es Top Support durch unsere Lieblings-Iren vom Team Mayo to Mongolia, die immer wieder vorausfuhren, die Strecke auf Abschlepptauglichkeit auskundschafteten und uns die letzten Kilometer abschleppten, als der Meriva von Team Smashed Avocado anfing zu schlapp zu machen. (Hinweis: Der Teamname Mayo hat nichts mit Pommes oder Ketchup zu tun, die Gegend in Irland wo die herkommen, heißt so.) 

Auf der rechten Seite sieht man den Highway, der gerade gebaut wird aber natürlich nicht zugänglich ist und links die ganzen Feldwege.

Wir haben natürlich immer Lücken gesucht um irgendwie auf den Highway zu kommen, um wenigstens ein paar Kilometer angenehm fahren zu können bzw. abgeschleppt zu werden. Leider wurde dies immer wieder durch riesige Erdhaufen, die den Weg versperrten, unterbunden. Meistens bedeutete dies, umdrehen und zurückfahren.

Das schwierigste war das Abschleppen bergab. Da wir unseren Motor nicht laufen lassen konnten, funktionierten die Bremsen nicht wirklich und es stand nur die Handbremse zur Verfügung. Klar, dass bei einer Abschleppgeschwindigkeit von 20-60kmh ein Bremsweg von 2-3m Abschleppseil nicht ausreicht, besonders ohne nicht wirklich funktionierende Bremsen. Daher ist unser Auto nun vorne ein wenig zerbeult. Für eine größere Abfahrt trennten wir die Verbindung und rollten mehrere Kilometer geräuschlos ins Tal.

Durch das ungleichmäßige Ziehen durchs Gelände war unser Abschleppseil-Verschleiß nicht gerade gering. Wir verbrauchten alle vier verfügbaren Abschleppseile, welche immer wieder rissen und zusammengeknotet wurden: 35 mal.

Ein platter Reifen darf an so einem Tag natürlich nicht fehlen.

Irgendwann war dann natürlich noch die Autobatterie leer und wir wurden ohne Licht und Heizung in die dunkle, kalte Nacht hineingezogen.

Abgeschleppt werden unter einem der schönsten Nachthimmel, die ich bis jetzt gesehen habe. Leider ist mein Stativ gebrochen und ich hatte keine Zeit um ein anständiges Foto zu machen. Hatte immer nur 2-3 Min Zeit (wenn mal das Abschleppseil riss) und bei 25 Sekunden Belichtungszeit… ist das nicht viel. Aber immerhin kriegt ihr einen kleinen Eindruck :).

Endlich, nach Stunden des Abschleppens durch die Dunkelheit, konnte wir endlich die Lichter der Stadt erkennen. Doch der Eindruck kann täuschen, von dem Zeitpunkt des Fotos bis zum Erreichen der Stadt brauchten wir ca. 1,5-2 Stunden. Ohne anständige Straßen, mehrmals umdrehen und die Lücken im Gelände finden. Mit einem Land Cruiser querfeldein ist das sicher kein Problem aber unsere Rennmaschine ist eher für flaches Geländer ausgelegt.

Wir erreichten unsere Unterkunft gegen 22:30Uhr. Nach 16 Stunden im Auto, davon ca. die Hälfte am Abschleppseil. 1000 dank nochmal an Team Smashed Avocado und Team Mayo To Mongolia, ohne euch hätten wir das garantiert nicht geschafft! Noch geplante 4 Tage und 1263Km bis zur Ziellinie, hoffentlich kriegen wir unser Auto schnell wieder fahrtüchtig gemacht.

Mongolei Tag 2-3

Mongolei Tag 2-3

Gestern und heute ist nicht viel passiert, wir sind viel gefahren und haben die Landschaft genossen. Bis jetzt sind die Straßen in der Mongolei deutlich besser als erhofft (wenn vorhanden.)

Wir haben mittlerweile ein top Team gefunden mit dem wir durch die Mongolei cruises, „Team Mayo To Mongolia“ aus Irland.

Es werden viele Straßen gebaut bzw. erneuert und sind nicht befahrbar/gesperrt. Wir müssen daher immer einen der diversen Feldwege nebenan nehmen.

Wir versuchen natürlich immer, wenn die Bodenfreiheit es zulässt, irgendwie auf die Straße zu kommen. Meistens ist die Straße dann aber nach mehreren 100 Metern doch wieder gesperrt und wir müssen wenden und zurückfahren um von dem Damm wieder runter zu kommen.

Wilde Kamele, überall.

Die Speisekarten sind immer nur in mongolisch, falls man Glück hat, ab und zu auch mal in russisch. Mit dem passenden Dolmetscher kommt immerhin 75% der gewünschten Bestellung an.

Mongolei – Tag 1 – ACHTUNG TREIBER! AUFMERKSAMKEIT DER FAHER.

Mongolei – Tag 1 – ACHTUNG TREIBER! AUFMERKSAMKEIT DER FAHER.

Wir haben es geschafft, nach über 18.000km haben wir die Grenze zur Mongolei überquert. 

Die Landschaft ist unglaublich. Diese Weiten erinnern mich schon ein wenig an Neuseeland. Die „Straßen“ sind entweder supergut oder superschlecht…

Nach weniger als einer Stunde in der Mongolei konnte Seth nur noch an eines denken: “Nur fliegen ist schöner” und bretterte mit 100kmh über diese Bodenwelle und wir hoben ab gen Himmel.

“Nein Nein Nein – Ganz sicher, da waren keine Warnschilder”, kein Problem Seth, ich hab nochmal nachgezählt für dich mit Abdullah, drei Schilder hintereinander…

Naja auf jeden Fall sind wir schön abgehoben, haben fast die Kontrolle verloren. Natürlich haben wir sofort angehalten um zu prüfen ob alles Ordnung ist mit dem Auto. Nein leider nicht, das Öl lief aus und hörte nicht auf. Bei der Wucht so eines Aufschlags hilft auch kein Unterfahrschutz.

Keine zwei Minuten später tauchte auch schon Nurshuah mit seiner Frau auf, die den Knall vom Aufschlag mitbekommen hatten und im angrenzenden Dorf wohnen. Immerhin war dort ein Dorf und jemand der helfen konnte.

Wir schleppten das Auto zu seinem Haus und bekamen erstmal Tee und Kekse bevor wir mit der Analyse, Reparatur loslegten. Befund: die Ölwanne hatte ganz schön was abgekommen. Drei Risse. Seth hat natürlich ein mega schlechtes gewissen und sagt immer wieder das er seine Fahrerlaubnis für die Mongolei verloren hat… Die “Reparatur” dauerte fast den kompletten Tag und unser Auto verwandelte sich in einen Kinderspielplatz.

Die kleinen Racker haben natürlich Sticker gemopst :D.

Jeder half mit, sogar der Hund.

Der Wind war eisig, zum Glück wärmte die Sonne immerhin ein bisschen.

Unser Auto hat jetzt mindestens 10 Autogramme von Abdulla und seinen Geschwistern.

Einer von drei Brüchen:

Man hat richtig gemerkt das der arme Seth ein richtig schlechtes Gewissen hat. Wir dürfen uns jetzt keinen Aufschlag mehr erlauben und fahren seitdem gefühlt nur noch mit 30kmh durch die Mongolei.

Soweit halten die Flicken und es ist kein Öl ausgelaufen, hoffen wir mal das dies so bleibt :).

Russland

Russland

Nach dem Grenzübergang von Kasachstan nach Russland habe ich mich fast wie Zuhause gefühlt, die Landschaft sieht quasi genauso aus wie der Düsseldorfer Stadtrand und die Straßen in Russland sind bis jetzt besser als in Deutschland. Echt ein Traum seit Ländern mal wieder gemütlich fahren zu können. Wir haben ja Russland quasi nur angeschnitten um die in Mongolei zu fahren, für knapp über 1000km. Die erste Nacht verbrachten wir in einem Hostel, nebenan eine Bar wo wir von mehreren netten einheimischen zugequatscht wurden sind, auf russischen natürlich, dass wir kein Wort verstehen ist dabei natürlich egal.

Am nächsten Morgen fanden wir wieder mit unserem verloren gegangenen Konvoi aus Usbekistan zusammen, mittlerweile  waren wir 5-7 Tage im voraus gewesen.

Ob wir jetzt durch Russland fahren oder durch Süddeutschland, die Landschaft sieht echt sehr ähnlich aus.

Überfall auf einen kleinen Laden kurz vor der Grenze auf der Jagd nach Essen. Wir fuhren bis 2:30 nachts, da wir am nächsten morgen den Grenzübergang in die Mongolei machen wollten bzw. mussten, da am Folgetag (Sonntag) die Grenze geschlossen ist.

Wir übernachteten im einzigen Hostel/Hotel, 800m von der Grenze entfernt und gönnten uns 4h Schlaf, oder auch weniger. Einige schliefen im Auto vor der Grenze, bei unter 0 Grad Außentemperatur muss das für mich nicht sein.

Im Hintergrund sieht man den Schnee gar nicht so weit entfernt, ich war immer noch in Shorts und Flipflops, da meine lange Jeans irgendwo auf dem Dach verstaut war. Ich mein, schließlich ist ja Sommer, hab dabei nur nicht bedacht, dass die Temperaturen im Sommer um die 0-10 Grad schwanken, je nachdem wo man sich aufhält natürlich.

Mongolei wir kommen!

Kasachstan

Kasachstan

In Almaty, Kasachstan mieteten wir letzten Endes eine Wohnung via booking.com. Davor versuchten wir eine Wohnung über Airbnb zu finden. Zwei versuche, beide male wurde die Buchung bestätigt aber der Vermieter meldete sich nicht und am Ende kam raus das die Wohnung bereits vermietet war, der Vermieter aber am ende nicht stornieren wollte da diese sonst eine Strafgebühr an Airbnb zahlen müssen, also haben wir zwei mal den Telefonsupport einschalten müssen.

Wir verbrachten drei Nächte in Almaty, müde von der Fahrerei. Wir gingen abends aus für ein paar Drinks und den Rest der Zeit hingen wir ab und hatten leckere Mahlzeiten.

So die Polizisten liiiiiiieben Seth. Egal durch welches Land wir fahren, picken sie Ihn raus und fragen nach einem Autogramm. Immerhin bemerkenswert das wir bis jetzt aus jedem Polizeistop rausgekommen sind ohne eine Strafe zu bezahlen. Diesmal war der Polizist am Ende sogar so freundlich und gab uns seine Handynummer falls wir mal Probleme bekommen sollten.

Seth musste auf dem Fahrersitz platz nehmen, auf dem Beifahrer und der Rückbank saßen je ein Polizist. Er war schon ein bisschen verärgert da genau über die Geschwindigkeitslimits bescheid wusste. Ich stieg hinzu als die anderen bereits im Strafprozess waren. Die Stimmung war gut. Es ist immer am besten wenn die Polizisten oder Grenzbeamten dir eine Zigarette anbieten nachdem sie gesehen habe was du Ihnen angeboten hast. Sie nehmen eine um höflich zu sein aber in Wirklichkeit machen sie sich über dich lustig. Überprüfung der Geschwindigkeitskamera: Wir fuhren mit 109kmh, erlaubt waren 110 auf dem Highway. Team Shenlong: 2 – Polizei: 0.

Der legendäre deutsche Hessen-Pub, irgendwo am Straßenrand in Kasachstan. Auf die Nachfrage einer Speisekarte auf deutsch folgen allerdings verwirrte Blicke. (Urkunden an der Wand für den Koch und das Restaurant waren aber in deutscher Sprache). Die Steaks waren vorzüglich und das Bier auch, Hausbrauerei hinter der Theke.

Schau auf das gigantische Schlagloch unten links, wir Habens verfehlt weil wir das vorige trafen.

Jeder verlor ein “Leben” an diesem Tag. Immer wenn der Fahrer eine Panne verursacht wird gewechselt. Jeder Fahrer hatte zwischen 1-2 platte Reifen heute, einer führt ungeschlagen die Liste an. 

Zwei reifen sahen nach dem Tag heute ein bisschen abgenutzt aus.

Mit der Hilfe des Google-Übersetzers konnten wir unser Auto erneut erfolgreich flicken, das größte Problem ist passende 14” reifen zu finden, die Größe ist in diesen Ländern sehr unüblich.

Der bisher verworrenste Grenzübergang (nach Russland). Die Ausreise aus Kasachstan dauerte ca. 1 Stunde und dann passierte über 2 Stunden einfach gar nichts, die Grenze zu Russland war geschlossen und wir standen mit unseren Autos im nirgendwo zwischen den Ländern. Irgendwann gings dann doch weiter, aber davor, keine Informationen, nichts, einfach nur eine rote Ampel die dann irgendwann umsprang und alle drauf los fuhren.

 

Kyrgyzstan

Kyrgyzstan

Wundervolle Aussicht bei der Einreise nach Kyrgyzstan.

Wir übernachteten in einem günstigen Hotel in der Stadt Osh. Am nächsten morgen kam ein Mann zu unserem Zimmer und teilte uns mit, dass beide Reifen an unserem Auto platt sind. Alles klar danke für die Info, kein problem. (Wir haben ja schon mehrfach Reifen wechseln müssen). Später dann beim Auto half er ungefragt, warum nicht ne. Während Seth und ich das Auto auf der rechten Seite aufbockten, fing der Typ an auf der anderen das Auto aufzubocken. Es passierte was passieren musste, der Wagenheber von dem Typ gab nach, das Auto rutschte komplett weg und lag auf der Hinterachse am Straßenrand. Es war echt ein Akt nur einen Reifen hinten draufzukommen. Der Typ hat absolut keinen Plan gehabt und uns immer mehr aufgeregt. Nachher wollte er noch Geld von uns weil wir ihm angeblich darum gebeten hatten zu helfen und wir sollten ihm einen neuen Wagenheber kaufen den er selber beschädigt hat. Der ****** hat unser Auto eher beschädigt und anstatt 5min Reifenwechsel hatten wir fast 2h Stress. Er rief dann die Polizei und machte Fotos von unserem Auto aber wir haben irgendwann keinen Bock mehr gehabt und sind abgehauen.

Da es hier nur selten Schilder mit Tempolimits gibt waren wir in einer Ortschaft mit 58kmh anstatt der erlaubten 40kmh unterwegs. Seth wurde rausgezogen und die Beamten versuchten bei uns abzukassieren im Good cop bad cop style. Oh das wird teuer, nein da machen wir keine Ausnahme ich schreibe dir jetzt ein Ticket. Der andere Polizist: Oh nein, schnell zahle lieber 100 US Dollar sonst kriegst du ein Ticket. Seth blieb cool und stellte sich absolut dumm, sorry wir haben keine US Dollar, ich komme aus Kanada, nicht aus dem USA. Wir haben keine US Dollar :D. Naja am Ende wollten sie noch seinen Führerschein behalten, er gab natürlich nur seinen Internationalen ab, wäre nicht so schlimm gewesen. Er stellte sich so dumm an das die Beamten nachher keinen Bock mehr hatten und uns ziehen ließen.

Google Maps schlug die blaue Route vor, ich dachte mir warum nicht den kürzeren Weg nehmen (orange) und einen Abstecher beim zweitgrößten Salzsee der Welt machen. War keine gute Entscheidung. Wir hatten ca. 300km Schotterpiste über einen Gebirgspass. Um unsere Hotel rechtzeitig, vor Check-In-Schluss erreichen gaben wir richtig Gas und Seth bretterte mit 80-100kmh Ken Block-mäßig über die Berge. Das Video folgt nach der Rally.

Keine Tankstelle in der Nähe, zum Glück waren die Reservetanks gefüllt.

Irgendwann lotste Maps.Me uns über irgendwelche Feldwege, die „Wege“ wurden immer schlechter und am Ende fuhren wir einfach mitten in der Nacht bei Mondschein über die Felder.

Endlich, fast am Ziel, noch 300m und wir sind zurück auf der „Hauptstraße“ aber nein leider nein leider gar nicht gab es mitten in den Feldern einen für unser Auto unüberbrückbaren Bach und eine zerstörte Brücke. Wir waren super Müde, hatten keine Lust mehr, Tank auch fast leer und dann die 15km über die Felder zurück. YEAH.

Gegen halb 2 in der Nacht war der nächste Reifen platt und die Halterung für den Stoßdämpfer vorne rechts war aus der Karosserie gebrochen. Kein Dorf weit und breit. wir entschieden einfach stehen zu bleiben und für 3-4 Stunden im Auto zu schlafen um dann morgens weiterzuziehen.

Am nächsten morgen brachen wir gegen 6Uhr auf und fuhren mit phänomenalen 30kmh 180 Kilometer bis in den nächsten größeren Ort um eine passende Werkstatt zu finden.

Wir wurden hin und her geschickt, auf der suche nach einer Werkstatt die Schweißarbeiten macht. Wir rechneten schon damit hier mehrere Tage liegenzubleiben aber letzten Endes fanden wir doch noch eine Werkstatt – Jungs kein problem 60$ und wir fixen alles – kommt in einer Stunde wieder.

Kurz die Füße in den See gehalten und weiter gings Richtung Grenze nach Kasachstan.

Am nächsten Morgen gabs ein bisschen Probleme, aufgrund von fehlenden Schildern, Markierungen oder Platzanweisern an der Grenze fuhren wir ca. einen Kilometer an der Warteschlange vorbei – völlig unbeabsichtigt natürlich… Dann konnten wir nicht drehen und die einheimischen haben sich ziemlich aufgeregt und uns nicht einreihen lassen. Zurückfahren ging halt auch nicht und dann gabs echt stress…. Wir wurden immer wieder von dicken SUVs eingekeilt usw. Am Ende haben wir es doch noch geschafft da wir 3 Rallyautos waren. Diskussionen und Rangeleien mit den einheimischen gabs trotzdem. Im Iran hätten die uns auf eine goldenen Trage über die Grenze gebracht aber hier…. da merkt man schon die Gastfreundlichkeit zwischen manchen Kulturen/Ländern.

 

 

Tadschikistan

Tadschikistan

Wir verließen Usbekistan und betraten das schöne Tadschikistan! Wir wurden sofort von einem wunderschönen Bergpass begrüßt, der uns nach Duschanbe führte.

In Duschanbe hatten wir ein Hauptziel! DAS AUTO FÜR DEN PAMIR-HIGHWAY VORBEREITEN! Nach einigen Recherchen fanden wir einem englischsprachigen Mechaniker in der Nähe unserer Hostels.

Wir sprachen mit dem Mechaniker und erzählten ihm unserem Ziel mit diesem Auto den Pamir Highway zu überwinden. Wir baten um eine komplette Inspektion des Wagens und eine Überarbeitung des hinteren Fahrwerks.

Bei der Inspektion stellte er fest, dass unsere Achsdichtung undicht war, aber ansonsten sah Bulma eigentlich ganz gut aus!

Das letzte Mal besuchte ich die Werkstatt um Mitternacht, als er uns einige neue Stoßdämpfer und einige BMW-Federn zeigte, die er an unser Auto anpasste.

Um 8 Uhr morgens wachten wir auf und holten unser Auto ab, es wurde gerade fertig. Neue Hinterradfedern, Stoßdämpfer, Achsdichtung und sogar einen Ölwechsel und eine Achsvermessung wurde gemacht. Und natürlich alles supergünstig.

Schaut doch schon nicht schlecht aus oder?

Duschanbe ist eine schöne Stadt mit viel toller Architektur!

Wir starteten mit dem Pamir Highway und wurden von den coolsten Bergaussichten begrüßt die ich bis jetzt gesehen habe.

Im Hintergrund auf der anderen Flussseite liegt Afghanistan. Nur ein Steinwurf entfernt.

Wir fuhren hunderte KM den Grenzfluss entlang, natürlich war der Plan irgendwo illegal rüberzuschwimmen aber die Strömung war einfach zu krass.

Überall warteten die Kinder am Straßenrand und winkten und wollten Fotos machen und sticker haben.

Wir erreichten schließlich rund 4300 Meter und das ist, hier bekamen wir alle Symptome der Höhenkrankheit.

Wahrscheinlich der höchste Mongol-Rally-Aufkleber der Welt!

Nicht jeder schafft es sicher über den Pamir Highway.

Ich wünschte ich hätte das mehr genießen können aber zu diesem Zeitpunkt pochte mein Kopf so stark und ich fühlte mich mega krank.

Während wir einen Tankstop einlegenden und Mittagessen hatten fanden Grayson und ich neue traditionelle Hüte.

Die Stadt hat keine Strom über Tag, sodass natürlich auch die Zapfsäulen nicht funktionieren und der Tankwart das Benzin mit einem Eimer abmisst vor dem einfüllten.

In der letzten Nacht campten wir auf 4300m. Es war die schlimmste nacht von diesem Trip bis jetzt. Wir kämpfen gegen die Höhenkrankheit an, konnte alle nicht schlafen, hatten mega kopping und die Temperatur sank sehr stark ab.

Immerhin konnte Markus in der Kälte ein nettes Foto vom Nachthimmel schießen.

Um 5:30 brachen wir auf Richtung Grenze. Keiner hatte geschlafen und wir fühlten uns alle Krank.

Auf dem Weg hatten wir einige sehr schlimme Schotterpisten, plötzlich gab es einen sehr lauten knapp, mein Bein schmerzte höllisch und Grayson war auf dem Fahrersitz komplett in Rauch eingehüllt. Was war passiert, durch die Erschütterung ist der Fahrer-Seitenairbag losgegangen…

Endlich erreichten wir die Border zu Kyrgyzstan. Der Grenzübergang war viel kleiner als gedacht. Nur ein kleines Häuschen, Schuhe ausziehen und dann quasi zu dem Grenzbeamten ins Wohnzimmer um die Papiere auszufüllen.

Wir waren überrascht, ein riesiges Niemandsland zwischen den beiden Ländern war. Über 30 km nichts als schreckliche Straßen und schöne Berge. Liegt daran das keines von beiden Ländern sich um die schlechten Straßen kümmern will daher wurden die Grenzposten einfach weiter zurück ins Landesinnere gelegt.

 

Usbekistan

Usbekistan

Unser zweiter Schwarzmarktgeldwechsel in Usbekistan verlief noch besser als der erste in Turkmenistan. Es wurde geliefert! Beim Einchecken in das Hotel haben wir eine SIM-Kartenanfrage gemacht, es stellte sich heraus, dass der Handy-Typ auch eine Bargeldverbindung hatte. Unten sind die Wads für ein Abendessen für 8 Schaschlik und vielleicht etwas Wodka, definitiv die größten Fleischspieße, die man auf dieser Seite Brasiliens finden kann. 

Da die Währung so unhandlich war, beschlossen wir, für den Aufenthalt in Usbekistan unser privates Geld mit dem Teamkonto zu kombinieren, so dass nicht jeder von uns einen Rucksack mitschleppen musste, um eine Flasche Wasser zu kaufen. Eckt dicke Geldbündel. 

Es ist immer Olivers Zeit, in der Garage zu glänzen, und er und der Mechaniker lachten über den Zustand unseres Unterfahrschutzes. Die Platte zurechthämmern, die Felgen ausbessern und die ABS Verbindungen reparieren kostete alles zusammen 6$ – die Mechaniker sind nett, denn egal wo immer man hingeht, lieben sie alle die gleichen Dinge, Geld und Autos. Nach der Bezahlung, während Burma eine saubere Innen- und Außenseite bekommen hatte, teilten Seth und Oliver Fotos und tauschten Geschichten über die Bauten aus, die sie nach Hause gebracht haben.

Harte Schläge waren nötig. 

Shenlong Aufkleber kommen überall hin.

Sie ist ein Hingucker.

Wie bei allen guten Beziehungen ist die richtige Pflege ein Muss. Und die gelegentliche Reparatur am Straßenrand. Oliver war sehr bemüht, den aktuellen Rekord von 3 platten Reifen aufeinmal auf einmal zu brechen, schaffte es aber nur, zwei Reifen mit dem riesigen Schlagloch, das „nicht zu vermeiden war“, zu bekommen.

Ohne eine funktionierende Tankanzeige und eine lächerliche Oktanzahl könnten selbst die eifrig gehaltenen statistischen Daten unseren nächsten notwendigen Tankstopp nicht vorhersagen. Es stellte sich heraus, dass die Anzeige ziemlich weit vom realen Inhalt entfernt war. Zwei separate Autos von Einheimischen hielten an und fragten uns, ob wir Hilfe brauchten. Die besten Leute!

Der Aralsee ist eine traurige Erinnerung an das fragile Gleichgewicht in der Natur, das der Mensch zu leicht kippt. Einst einer der größten Süßwasserseen der Welt, trocknete er aus, nachdem die sowjetische Landwirtschaft an Priorität bekommen hatte. Da alle ihre Zuflüsse umgeleitet wurden, dauerte es weniger als 25 Jahre, bis 68000 km2 verschwunden waren, zusammen mit der boomenden Fischerei- und Schifffahrtsindustrie, die die lokale Bevölkerung unterstützte.

Rose: „Du bist verrückt!“

Jack: „Das sagen alle, aber bei allem Respekt, Miss, ich bin nicht derjenige, der hier von einem Schiff hängt.“

„Alle einsteigen!“

Diejenigen, die an diesem Abend fotografiert wurden, wurden mit diesem Schuss und Dutzenden von Mückenstichen belohnt, nachdem sie schlecht beraten waren, zu den früher abgebildeten Booten hinunterzufahren. Haha.

Einfach mehrere Schilder mit roter Schrift, Ausrufezeichen und Bildern von Panzern ignorieren, um diese hervorragende Ausbildungsstätte zur Terrorismusbekämpfung zu besuchen? Nur weil Markus darauf bestand. Entschuldige Mama, wir waren nur 5 Minuten da.

Ab durch die Wüste.

Burma trifft auf Big Ben.

Verrückte Aussies, epische Fahrt.

Top Deck, Top Fun Zeiten!

Ich bin überrascht, dass Markus mir dieses Foto für den Blog gegeben hat, weil sein Fuß nicht drin ist. Er findet es immer super wenn man nicht komplett auf dem Foto zu sehen ist. Das nächste Foto, das ich von ihm machte, enthielt seine beiden Füße, aber ich drehte die Kamera um 90 Grad für eine Porträtaufnahme. Ich fand es schön und ich weiß nicht, warum es den Schnitt nicht geschafft hat. Noch recht hübsch zwar, ausgeschlossene Extremitäten beiseite.

Sicherheitseinweisung. Nicht aufstehen da die Stromleitungen nur wenige Zentimeter über dem Dach hinwegfegen. Einfach absolut coole Fahrt.

Mehr Nickerchen.

Beachtet die Flagge neben dem gigantischen Motor. Es ist die australische Flagge. Ja, sie fahren nach Australien, geplante Ankunft am 1. Dezember.

Schön. Eine ganz neue Perspektive auf Bulma.

Wer fuhr Bulma, fragt ihr euch sicher? Unser furchtloser Teamkollege Oliver. Normalerweise  ein schrecklicher Rücksitzfahrer, trat auf er aufs Gas. Auf dem Beifahrersitz sitzt Rose, normalerweise ein Mitglied des Team Columbus, sie entschied sich an diesem Tag, Bulmas entzückende Klimaanlage zu nutzen und dem Aufruhr einer Shenlong plus Tramper-Invasion auf Big Ben zu entkommen.

Turkmenistan

Turkmenistan

Turkmenistan hat jährlich nur ca. 8000 Touristen und die Visa Prozedur ist auch nicht so ganz die einfachste. Wir hatten ein Transit-Visa für 5 Tage. Bei Einreise wurde unserem Auto ein GPS Tracker verpasst und wir dürften die geplante Route nicht verlassen. 

Direkt hinter der Grenze erreichten wir die Hauptstadt Ashgabat. Die Botschafterin von Turkmenistan in London riet uns ab Fotos zu machen, da es verboten ist  öffentliche/regierungs- Gebäuden zu fotografieren. Klar ist für uns nicht ersichtlich gewesen was jetzt Regierung ist und was nicht daher hab ich einfach mal meine Kamera draufgehalten, meistens aus dem Auto heraus.

Ashgabat ist wie eine perfekt angelegte Stadt aus Anno oder Simcity. Alles aus Marmor, Gebäude weiß, Autos nur in Weiß oder Silber, helle Bürgersteige, die Ampeln aus Edelstahl, jeder Baum und jeder Strauch perfekt angelegt und geschnitten. In dem kompletten Land, was etwa die Größe von Spanien hat, leben nur 5 Millionen Menschen. Die Hauptstadt wirkt busy – teilweise aber auch verlassen. Die Gebäude scheinen leer zu sein. Es gibt eine Universität, allerdings haben keinen einzigen Studenten gesehen, generell sehr wenige Menschen. Da kommt schnell der Verdacht auf das die ganze Stadt einfach nur ein großer Fake ist. Mehr Schein als sein.

Nach einer Woche Hitze im Iran, gönnten wir uns die erste Nacht ein 5 Sterne Hotel mit Pool. Eine Woche kein Alkohol gehabt (Iran…) Der Pool war offiziell ab 21 Uhr geschlossen aber unsere private Poolparty ging noch bis 3Uhr morgens.

 

Nach zwei Nächten in Ashgabat machten wir uns auf den Weg zum Krater von Derweze (Oder auch: „Das Tor zur Hölle“). Während Bohrungen im Jahr 1971 fanden Geologen zufällig eine mit Erdgas gefüllte unterirdische Höhle. Der Boden unter der Bohrplattform brach zusammen, wodurch ein großes Loch mit einem Durchmesser von etwa 70 Metern entstand. Um die Freisetzung des giftigen Gases zu vermeiden, wurde beschlossen, es zu verbrennen. Entgegen der ursprünglichen Hoffnung der Geologen verlosch das Feuer nicht nach einigen Tagen, sondern ist weiterhin aktiv. Der Krater liegt ca. 5 Km von der Hauptstraße entfernt. Die erste Top Offroad-Gelegenehit für unser Auto.

Natürlich blieben wir mehrfach im Sand stecken, 4-5 mal. Unser Auto hat halt nicht ganz die passende Bodenfreiheit für diese Art von Gelände 😉 . Es waren mehrere einheimische Abzocker auf Motocrossbikes unterwegs die ziemlich genervt haben. Die LKWs, die reihenweise die Strecke passierten, hätten uns für umsonst oder 1-2€ rausgezogen aber die Motocrossbiker redeten immer wieder auf die Trucker ein dafür 20$ zu verlangen, echt zum kotzen. Wir haben natürlich dankend abgelehnt und dann halt immer die Strecke blockiert.

Irgendwann kam dann doch mal zufällig der ein oder andere Geländerwagen vorbei der uns unentgeltlich aus der Patsche half.

Nach Stunden im Sandkasten konnten wir den Schein des Kraters erkennen.

Wir campten direkt am Rand des Kraters. Zum Glück drehte der Wind nicht in der Nacht, auf der anderen Seite des Kraters war es ein bisschen wärmer, dort herrschten quasi Saunatemperaturen.

Auf dem Rückweg verpassten wir unserem Tank eine leichte Delle, soweit ist alles Dicht, allerdings bleibt die Tankanzeige immer bei 3/4 stehen. Haben aber schon einen Test gemacht, sind auf den letzten Tropfen auf einer Tankstelle ausgerollt und haben 404km geschafft mit einem „vollen“ Tank.

Bei den Straßen hat es uns locker schon 6-7 mal die Felgen zerdeppert. Ein passender Hammer zum zurechtbiegen ist hier Gold wert. Rekordhalter ist bis jetzt Markus mit drei Felgen auf einmal.

Iran

Iran

Yeah unsere bislang längste Wartezeit an der Grenze. Die Bearbeitung der Zollformulare fürs Auto betrug am Ende ca. 6 Stunden. Ab jetzt 5 Teams im Konvoi: Konvoi Thumbs up 👍🏼👍🏼. Allerdings sollte man hier den „Daumen hoch“ nicht zu älteren Leuten zeigen da es hier eine Beleidigung ist. Die Jungend nimmt das richtig auf.

Am zweiten Tag verloren wir zwei Autos von unserem 5er Konvoi, ohne Handy und Internet kann sowas halt passieren…. Wenn dann zusätzlich noch der Tourguide einschläft und die Jungs nicht vom davonrasen abhält geht sowas schnell. Nach +30Min Wartezeit am Straßenrand trudelten die vermissten zwei Teams doch noch ein. Team Fat Pinguin hatte eine Panne, es hielt sofort einer am Straßenrand an und löste das Problem mit der Treibstoffleitung innerhalb von 10min.

Freiwillige Wanderung in Tabriz, die hälfte der Gruppe nahm die Seilbahn und die andere Hälfte wanderte hoch. Bei den Temperaturen hier sollte man sich das zweimal überlegen, zum Glück war es windig.

Unser Tourguide Rashed bei guter Laune, 30min später im Tiefschlaf.

Es ist einfach unglaublich hier. Ich habe noch nie so (gast)freundliche Menschen getroffen. Jeder begrüßt uns mega herzlich und möchte unbedingt hallo sagen. Where are u from? Welcome to Iran! Unfassbar. Auf den Tollroads haben wir kostenfreie durchfahrt, wir werden auf der Autobahn angehalten um Fotos zu machen, zum essen eingeladen usw.

Reparatur des ABS Problems und zurechtbiegen des Unterfahrschutzes für umgerechnet 7€.

Berg hoch und welches Auto macht als erstes Schlapp? Der 4×4 Fiat Panda :D.

Die Kinder sind begeistert von dem Drachenauto.

Das Essen ist lecker und günstig, allerdings gibt es leider nicht so viel Auswahl. Fast überall nur Kebap (Fleischspieß / Lamm, Hühnchen oder Rind). Ein Teller Kebap kosten 1-1,50€ und ein Steak, falls mal eins im Angebot ist 4€. Alles natürlich mit Reis Reis Reis oder Brot, jede Mahlzeit. Zum frühstück gibt es immer dünnes Fladenbrot mit Quark und Honig. 

Rob und Robin fuhren vor uns, auf einmal qualmte der Auspuff ziemlich verdächtig also haben wir direkt halt gemacht. Was ist passiert? Rob hatte morgens in der schnelle den Ölstand gemessen, dachte es wäre kein Öl mehr im Motor und hat 3L nachgekippt (was quasi einem kompletten Ölwechsel entspricht, ist ein „bisschen“ zu viel gewesen.) Das war mittlerweile vor einer Woche und jetzt in Turkmenistan ist das Auto seit zwei Tagen in der Werkstatt. Läuft alles nicht mehr so rund.

Wir wurden immer mal wieder von der Polizei angehalten und kontrolliert, am Anfang sind die Polizisten ein bisschen grimmig aber nachher super freundlich.

Der offizielle Wechselkurs von Euro zum iranischen Rial beträgt ca. 1:50.000 auf dem Schwarzmarkt kriegt man pro Euro 100.000 Rial. In Turkmenistan ist es noch krasser. Offizieller Kurs 1 EUR = 4,2 Manat / Auf dem Schwarzmarkt 1€ = 17,2 Manat. Durch die überaus vorteilhaften Wechselkurse kostet ein Liter Benzin im Iran 10 cent und in Turkmenistan 8,7 cent.  Einmal Volltanken bitte für 3,50-4,00€. Geldwechsel an der Grenze zu Turkmenistan aber noch im Iran. Schöne bunte Scheine, fast wie bei Monopoly.

Grenzübergang nach Turkmenistan, natürlich musste genau dann die Straße zu repariert werden, während wir am Tor warteten.

 

Republik Arzach

Republik Arzach

Republik Arzach. Die Republik ist ein stabilisiertes De-facto-Regime in Bergkarabach, das von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt wird. Die Vereinten Nationen und der Europarat betrachten das überwiegend von Armeniern bewohnte Gebiet als Bestandteil Aserbaidschans.

Weitere Informationen hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Republik_Arzach

An der Grenze gabelten wir Pablo (USA) auf. Pablo ist seit 5 Monaten unterwegs von Vietnam nach Schottland und reist nur mit kostenloser Unterkunft und kostenlosem Transport, also nur per Anhalter. Wir waren seine 535igste Fahrt per Anhalter.

Nach Ankunft in unsrem Guesthouse suchten wir den nächsten Fluss aus um uns mal anständig von den heißen Temperaturen abzukühlen. Wir ließen Pablo in unserem Auto schlafen und gingen am nächsten morgen zusammen auf Sightseeing Tour, besuchten ein Museum und eine Teppichfabrik. Ich konnte einem unschlagbaren Sonderangebot nicht Wiederstehen und kaufte diesen großartigen Teppich (Selbstverständlich mit Zertifikat).

Eine deutsche Tanksäule, die sich anscheinend verlaufen hat. Irgendwo in Armenien.

Am Nachmittag besuchten wir noch das Höhlendorf von Khndzoresk – Maps.Me führt uns immer über absolut top-geeignete Straßen. Anstatt zum Besucherparkplatz wurden wir hintenrum den Berg runter zu den Höhlen navigiert. Irgendwann auf halber streckte machten wir Stop und liefen die letzten Meter. Immerhin mussten wir so keinen Eintritt bezahlen.

Auf dem Rückweg musste Auto schon ziemlich kämpfen um den steilen Bergweg wieder hochzukommen. Also alle raus aus dem Auto und mit Anlauf und schieben hat es doch noch geklappt dem Tal zu entkommen.

Grayson neue Couch.

Gegen Dämmerung hatten wir nur noch 50km unbefestigte Straße, falls man das so nenne kann, vor uns. Die Installation von Unterfahrschutz und Lichtleiste haben sich definitiv gelohnt. Die ABS leuchtet seitdem, sonst läuft alles einwandfrei. Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 20-30 Km/h geht hier natürlich schon ein wenig Zeit bei drauf.

Armenien – Teil 1

Armenien – Teil 1

Gerade über die Grenze und Armenien ist von Anfang an einfach richtig cool. Heute gibt es viele Bilder und wenig Text aber die Bilder sprechen für sich :).

Leider ist die Straße wegen Bauarbeiten gesperrt, am Ende dürften wir doch nach wenigen Minuten weiterfahren.

Erster Stop: Haghartsin Kloster:

Zweiter Stop: Sewanawank Kloster

Hauptstadt Jerewan: Jerewan Kaskade / 560 Stufen 😉

Garni Tempel: 

Nach mehreren Stunden den Berg hoch bei +40 Grad Außentemperatur, mussten wir mehrfach den Motor (110 Grad) abkühlen lassen.

Norawank Kloster:

Hier trafen wir auf  Team Wheels4all (Zwei Spanier und ein Argentinier, ein sehr sympathisches Team)

Zum Abschluss des Tages gabs noch eine kleine Abenteuer-Tour durch einen Flächenbrand. Teilweise hatten wir eine Sicht von 0m. Sind am Ende ohne Zwischenfälle durchgekommen.

Aserbaidschan

Aserbaidschan

Da unsere Iran-Tour in Armenien beginnt, mussten wir eigentlich nicht nach Aserbaidschan fahren, aber wir hatten bereits Visa gekauft und beschlossen, einen Tagesausflug daraus zu machen! Wir fuhren etwa 45 Minuten zur Grenze zwischen Georgien und Aserbaidschan, nur um von den freundlichsten Grenzsoldaten behandelt zu werden, die ich je getroffen habe!

Markus brauchte einige Zeit um den Papierkram für den Zoll zu erledigen, also entspannten wir uns am Grenztor, als zwei ältere Männer auf ein paar extra Bier und Snacks auf dem Tisch zeigten, die sie für uns bestellt hatten!

Nachdem wir am Grenztor eine Stunde lang mit diesen Typen rumgehangen hatten, beschlossen wir, dass es an der Zeit war, tatsächlich ins Land zu fahren.

Während der Fahrt mussten wir durch eine militärische Passkontrolle gehen, während das Militär unsere Informationen prüfte, kam ein sehr netter Herr vorbei, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung war und brachte uns in ein fantastisches Restaurant. Nach dem Essen versuchte er, uns in der nächsten Nacht auf noch mehr Bier und Wodka in seinem Heim einzuladen, leider hatten wir nur einen Tag Zeit für Aserbaidschan.

Nach ca. 3 Stunden Fahrt landeten wir in der Stadt Ganja! Ehrlich gesagt hatte die Stadt eine ziemlich merkwürdige Stimmung. Die Straßen waren riesig und leer, wir fanden sogar einen fast verlassenen Themenpark. Ehrlich gesagt, eines der gruseligsten Dinge inmitten einer Großstadt.

Nachdem ich mit ein paar der gruseligsten Disney-Charaktere, die ich je gesehen hatte, rumgehangen hatte, fuhren wir weiter durch Ganja.

Nachdem wir einige der heißesten Temperaturen auf unserem Display gesehen hatten, stießen wir am Stadtrand auf einen riesigen leeren, extrem überzogenen Platz. So etwas habe ich noch nie gesehen. Es fühlte sich sehr seltsam an, in der Nähe zu sein. Mit kaum jemandem in der Nähe.

Nach 3 Stunden Fahrt zurück zur Grenze kamen standen wir vor verschlossenen Toren. Die Grenze hatte bereits vor einer Stunde geschlossen. Wir sprachen ein paar Minuten mit den Grenzschutzbeamten und sie informierten uns, dass der nächste Grenzübergang 16 km entfernt ist. Leider gab es keinen direkten weg dorthin und wir dürften einen schönen Umweg fahren. Bevor wir die Grenze verließen, bestand der Grenzbeamte, den wir an diesem Morgen getroffen hatten, darauf, uns auf einen Kaffee einzuladen. Nach dem Kaffee machten wir uns also auf den Weg über einige schreckliche Straßen im Dunkeln!

Wir schafften es schließlich gegen 1 Uhr morgens zurück nach Georgien und nach Tbilisi. Als wir zurückkamen, fanden wir heraus, dass einer der besten Clubs der Welt ein großes Ereignis veranstaltete…. also war keine Zeit für Schlaf. Bassiani, wir kommen! Wichtig: Trinken oder lagern Sie keinen Alkohol im Hostel! Wenn man die Regeln befolgt, sollte sollte es nicht so aussehen:

Georgien

Georgien

Kennt ihr die Dinge, die beim zweiten Mal besser funktionieren? Nun, diese Grenze war eine davon. Nachdem wir die Horrorgeschichten von 9h+ Wartezeit an der Grenze Türkei-Georgien online gelesen hatten und dann aus erster Hand die Aufstellung und entsprechend längeren Gesichter der Rallyteams weiter hinten gesehen hatten, beschlossen wir, einen 2-3-stündigen Umweg zur nächsten Grenze in den Bergen zu machen. Obwohl tückischer, bevorzugten wir zunächst die kurvenreichen Straßen bis zum Siedepunkt und Beginn der Besetzung. Das änderte sich schnell, als die Dunkelheit einsetzte und sich der Bürgersteig in der Höhe als nicht so angenehm fahrbar erwies, ganz zu schweigen von dem höchst fragwürdigen Verhalten der lokalen Lkw-Fahrer auf den schmalen Straßen. Als wir nach Treibstoff suchten, zogen wir den Stecker auf dem Bergpass und beschlossen, bei einem schönen Abendessen in einem Restaurant mit einem umlaufenden Außentank zurück zur Grenze zu fahren und bis nach Einbruch der Dunkelheit abzuwarten. Es stellte sich heraus, dass der Grenzübergang zu dieser Zeit nur 90 Minuten dauerte, und wir flott Batumi erreichten und noch bis morgens 9Uhr feierten (Markus…, ich ging um 4 ins Bett)

Die Aussicht auf die Stadt in Tbilisi war spektakulär, leider gelang es nur einem aus unserem Team sich die Stadt anzuschauen, die anderen mussten sich von der Partynacht erholen. Danke an Seth. Allerdings war es auch in den Straßen ziemlich phänomenal. Diese ganze Region der Welt ist durchdrungen von riesigen Mengen an Geschichte, die immer noch stark ihre Kultur und ihr Essen schmeckt. Mhmmm. Nach einem Spaziergang durch die Straßen am Flussufer war die Rückkehr zur Jugendherberge am ersten Morgen noch schöner. Unser Hostel Fabrika könnte ein Posten für sich selbst sein. Vor zwei Jahren kauften die Partner eine verfallene sowjetische Textilfabrik und die Ergebnisse ihrer Bemühungen sind beeindruckend. Heute ist es eine aktive Kunstinstallation mit einem halben Dutzend Restaurants, einer riesigen Lounge, die jede Nacht mit Einheimischen und Ausländern gefüllt ist, die die Atmosphäre genießen, die nur das polare Gegenteil ihrer industriellen Sowjetherkunft sein kann. Straßenkunst bedeckte jeden Quadratmeter Wandfläche, hell und lebendig im Kontrast zum grauen Beton, der für die ursprüngliche Fabrik gegossen wurde. Weitere Pluspunkte waren ein eigener Club, internationales Essen, VW-Van-Foto, geparkte Oldtimer und sehr eindrucksvolle Sofas, einige über 5 Meter lang. Der billige Entwurf ist auch ein Pluspunkt. Alles in allem waren die drei Tage bzw. Nächte nötig, es war gut mal unsere Beine zu ausstrecken und Bulma ihre wohlverdiente Ruhe zu geben.

Istanbul

Istanbul

Übernachtung auf einem Camping Platz am Meer in Bulgarien mit Team Tyrannosaurus Wreck und Team Fat Pinguin. Unsere Dachplane hatte es schon zerlegt und der Regen in Bulgarien war echt heftig, da half auch der Regenschutz von meinem Rucksack nicht. Alle Klamotten komplett durchnässt, ebenso die Schlafsäcke. Natürliche war das sehr erfreulich. Bei den Strecken, die wir zurücklegen ,heißt Sonnenschein am Morgen absolut gar nichts. Die Nacht war dementsprechend etwas kühl ohne Schlafsack aber machbar. Bei Team Tyrannosaurus Wreck hatte es schon eine Fahrwerksfeder zerlegt, wir waren so Nett und habe eine unserer Backup-Fahrwerksfedern zur Verfügung gestellt und fachgerecht von unserem Cheftechniker Oliver einbauen lassen.

Blinder Passagier:

So, ab Türkei ists jetzt vorbei mit dem mobilen EU Internet. Unsere offline Navi-App Maps.Me ist auch nicht mehr so zuverlässig wie man es gewohnt ist. Sehr oft sind Ausfahrten gesperrt und das vorgeschlagene Abbiegen verboten. Eine Ausfahrt im gigantischen Istanbul verpasst und ca. 45Min gebraucht um zurück auf die Autobahn zu kommen. Nach der Ankunft im Hostel ließen wir den Abend, mit ein Paar Bierchen von der Dachterrasse unseres Hostels (mit Blick auf den Bosporus) und einem mega leckeren Abendessen in einem Lokal um die Ecke, ausklingen. Am nächsten Tag erkundeten wir ein bisschen die Gegend, passierten die großen Moscheen und besuchten den großen Bazar. Abends besuchten Grayson und ich noch ein historisches Hamam aus dem Jahr 1481 und ließen uns so richtig schön abschrubben. Adriano Celentano war angeblich auch schon da und weitere Berühmtheiten ;-). Ich glaube das war der erste Tag an dem wir mal nicht gefahren sind. 

 

Leben am Limit:

Wir haben 23 Uhr und das Tor war leider verschlossen, zum Glück hatte der Security vom Hafen um die Ecke die Telefonnummer vom Campingplatz-Security und der ließ uns dann rein. War ein langer Tag heute, schnell den Blogeintrag schreiben und dann ab ins Zelt. Morgen gehts dann weiter nach Georgien.

Ukraine bis Rumänien

Ukraine bis Rumänien

Von der Ukraine fuhren wir ziemlich flott weiter nach Moldawien (Land of Sunflowers). In der größeren Stadt Bălți hatten wir ein leckeres Abendessen. Leider gibt es in Bălți kein Hostel, haben aber ein günstiges Hotel gefunden, 7€ pro person, Ein Klo den Gang runter, winzige Zimmer und keine Duschen. Hat auf jeden Fall gereicht. Auf dem Weg zum Hotel waren Robin und Rob ca. 200m voraus und wurde aus dem Verkehr gezogen, angeblich wegen einer rot-überfahrenen Ampel. Der Beamte verlange 50€ (übertrieben). Nach langem hin und her verlangten sie ein offizielles Strafticket (20€), die Beamten hatten wohl keine Lust auf Papierkram und am Ende mussten die zwei doch nicht zahlen.

Zwischen Moldawien und der Ukraine gibt es ein unabhängiges Gebiet welches international nicht anerkannt wird: Transnistrien. Der abtrünnige Landesteil befindet sich außerhalb der Kontrolle der moldauischen Regierung. Das klingt doch interessant, also auf nach Transnistrien. Die Einreise erfolgte recht unproblematisch – wir bekamen ein Transitvisum für 10 Stunden. Es gibt eigentlich nur eine größere Stadt, die Hauptstadt Tiraspol. Hier machten wir einen kurzen Stop für ein Mittagessen, ein bisschen Sightseeing und um ein bisschen Geldscheine zu tauschen, die nirgendwo auf der Welt einen Gegenwert haben.

Bei der Wiedereinreise in die Ukraine gab es eine Herausforderung da wir nur einen Einreisestempel von Moldawien hatten aber keinen Ausreisestempel. Macht ja irgendwo Sinn da es an der Grenze von Moldawien/Transnistrien keine Grenzposten von Moldawien gibt, da Transnistrien nicht anerkannt wird. Nach einigem hin und her und Unterstützung eines netten französischen EU-Beamten konnten wir wieder problemlos in die Ukraine einreisen. Und bekamen hinter der Grenze von einem Moldavischen Grenzbeamten der zufällig vor Ort war die notwendigen Ausreisestempel.

Am späten Nachmittag erreichten wir Odessa, eine große Stadt am schwarzen Meer. Nach Stunden im Stadtverkehr fanden wir auch ein nettes kleines Hostel. Nach dem abladen und verstauen von unserem ganzen Zeug gingen aus für ein paar Bier und ein leckeres Abendessen (2×0,5L Bier + Essen für umgerechnet 3,27€). Es hat echt gut getan nach der ganzen Fahrerei von früh bis spät der letzten Tage.

Bulma hat heute nachmittag den ersten Offroad-Test erfolgreich und ohne Probleme absolviert. Die Schotterpiste neben den Feldern war angenehmer zu fahren als die normalen Straßen, da diese oft unsagbar schlecht sind und mehr Löcher haben als ein Schweizer Käse. Der Eigenbau-Unterfahrschutz hat sich jetzt schon mehrfach gelohnt.

Leider gibt es keinen Grenzübergang zwischen der Ukraine und Rumänien daher müssen wir für weniger als einen KM nochmal nach Moldawien einreisen und nach 5min wieder ausreisen nach Rumänien, das sind natürlich wieder bei jedem Grenzübergang locker 1-2 Stunden für Papierkram und Zollkontrolle.

Slowakei – Ukraine

Slowakei – Ukraine

Nach dem Start schlossen wir uns spontan Robin & Rob an, um in Richtung Osten zu fahren. Anstatt wie gedacht Richtung Süd-West. Nach einige Umwegen übernachteten wir spät abends auf einem Campingplatz im Tatras Gebirge (Slowakei).

Nach einem leckeren Frühstück für 3€ zogen wir weiter gen Osten und machten Halt an einem See und später an einer Burg, die wir von der Autobahn aus erspäht hatten. Wir wanderten bis nach ganz oben. Ein bisschen bewegen, wenn man fast ganzen Tag im Auto sitzt, muss ja auch mal sein.

Mittags entschlossen wir uns spontan Richtung Ukraine zu fahren. Ohne irgendwelche Vorbereitungen, dass ist ja auch irgendwo der Sinn der Rally :D. Mal schauen ob die uns rein lassen. Stunden später an der Grenze kam unser Auto sehr gut an und als einer der Grenzbeamten unser Nummernschild per Funk durchgeben musste, hat der schon lachen müssen. Wir konnte ohne Probleme passieren, hatten nur einen Stempel vom Zoll nicht bekommen und mussten nochmal zurückfahren zu einem anderen Posten. Das war alles ein bisschen unorganisiert oder vll auch einfach nicht klar verständlich für uns. Robin & Rob hatten nicht alle Papiere dabei, die Versicherungsdokumente fehlten wohl. Nach vielem hin und her wir die beiden durch die Blume nach Geld gefragt. Beide haben sich einfach dumm gestellt und irgendwann war die Autoschlange hinter ihnen so lang das sie einfach passieren dürften. Geschafft, alle über die Grenze, nach über 2h. Das war gegen ca. 20Uhr. Willkommen in der Ukraine.

Nach mehreren Stunden weiterfahrt machten wir gegen Mitternacht halt irgendwo im nirgendwo n einem Motel, drei Doppelzimmer für je 12€. Also 6€ pro person, da kann man nichts gegen sagen. Aufgrund der für uns nicht lesbaren Speisekarte haben wir zum Frühstück irgendwas bestellt. War sogar ganz lecker ;-). In der Ukraine gibts Mittagsgerichte zum Frühstück.

Gerade fahren wir Richtung Moldawien. Die Straßen sind oft so dermaßen mit Schlaglöchern übersät, dass man schon ziemlich aufpassen muss. Alle fahren links rechts über und untereinander um den Löchern auszuweichen.

Start – Auf gehts!

Start – Auf gehts!

Das Stargelände war hammermäßig aufgebaut, alles im Mad Max Style. Großes Lob an die Veranstalter. 

  mongolisches Wrestling.

(Foto mit der turkmenischen Botschafterin und ihrem Mann – sie hielt eine Rede was man beachten sollte wenn man in Turkmenistan ist, was alles erlaubt ist und was nicht.)

Nach einer langen Nacht und der offiziellen Startzeremonie heute morgen sind wir jetzt auf dem Weg Richtung Osten. Zuerst stand Budapest auf der Liste (die nicht existiert) aber wir fahren jetzt in Richtung Tatra Gebirge.

Prag

Prag

Auf dem Weg nach Prag gerieten wir in den ersten Regenschauer, natürlich waren unsere Sachen auf dem Dach nicht Wasserfest verpackt. Zum glück war es nur ein kleiner Schauer und alles ist trocken geblieben. In Prag wurden wir mega nett von unserem Couchsurfer Dennis (kommt ursprünglich aus Kanada) begrüßt. Nach einem leckeren gemeinsamen Abendessen und einigen leckeren lokalen Bieren wechselten wir in den Pub gegenüber. Am nächsten Morgen merkten wir das unser vollgepacktes Auto über die nacht nicht abgeschlossen war, aber zum Glück war noch alles da… Nach einem sehr leckeren Frühstück führte uns Dennis zum Veitsdom und gab uns eine kleine Tour. Gegen Mittag gabelten wir Robin (Team Fat Pinguin) auf und nahmen ihn mit zur Startparty. Sein Rallypartner Rob steckte noch in Österreich fest.

Dover -> Frankfurt / T-2 Tage

Dover -> Frankfurt / T-2 Tage

Nach einer kurzen Nacht sind wir gestern morgen um 7:15 Uhr aufgestanden um dann flott weiterzuziehen. Wir wollten ja schließlich den Konvoi auf der Fähre erwischen. Auf dem Weg zum frühstück trafen wir ein anderes Team was um die Ecke übernachtet hatte, nach einem gemeinsamen Frühstück in deren Hotel ging es dann los Richtung Fähre.

Diesmal hat die Grenzkontrolle deutlich länger gedauert und wir verpassten unsere Fähre um 5min und somit auch den Konvoi von Calais. Immerhin mussten wir keinen Aufpreis für die nachfolgende Fähre bezahlen. In der nähe von Calais brauchten wir erstmal eine Tankstelle. Leider erwies sich hier diesmal google nicht als besonders Hilfreich. Die erste Tankstelle war nur für Trucks und die zweite ein Fachgeschäft von Total welches als Tankstelle gelistet war. Wir waren nicht die einzigen, ein anderes Team stand auch schon davor, sie hatten ebenfalls den Konvoi verpasst.

Zum Glück konnten wir dank der Hilfe eines netten älteren Herrn eine Tankstelle um die Ecke ausfindig machen. Von hier aus zogen wir zusammen los und bildeten unseren eigenen Konvoi.  Auf der Fähre hab ich bei Couchsurfing gas gegeben und es geschafft einen Host in Frankfurt zu finden der uns alle vier aufnimmt. Tobi aus Frankfurt.

Da wir eh Aachen passieren musste und ich mich noch nicht von meiner Schwester Anna verabschieden konnte, trafen wir uns kurzfristig organisiert auf einem Rastplatz nahe der A44 bei Aachen. Anna erwartete uns mit einem großen Stapel Pizzen / unser Konvoi war mittlerweile auf 4 Autos angewachsen. Dank Anna haben wir nicht viel Zeit verloren und konnten flott weiter…

Bis jetzt sind alle hellauf begeistert von unserem Auto, wir werden oft angehupt und fotografiert. Gegen 23:30 trafen wir bei Tobi ein, das Bier war schon kaltgestellt. Eben Gepäck abgeladen und dann wurden wir in den Partykeller entführt. Aus einem geplanten Bierchen wurde dann Partyalarm bis 5Uhr morgens. Ich merk schon, mit dem Schlaf wird das echt ein bisschen überbewertet. Dabei hat die Rally offiziell noch gar nicht angefangen. Auf jeden Fall ist Tobi der mit Abstand coolste Host, den ich bis jetzt getroffen habe. Es gibt nicht viele Leute die vier verrückte gleichzeitig aufnehmen, geschweige denn genug Platz haben.

Gerade kurz Frühstück bei Aldi organisiert und sind jetzt auf dem Weg nach Prag. Morgen ist die Startparty. Den Konvoi haben wir heute morgen natürlich, aufgrund des verlängerten Aufbleiben, wieder verpasst :D. Mal schauen eventuell holen wir den ja noch ein mit unserer Rennmaschine.

T-4 Tage

T-4 Tage

Auto startklar gemacht, um 17Uhr losgelöst Richtung England um morgen früh den inoffiziellen  Konvoi nach Prag zu erwischen. Wir wären laut Google Maps eine Stunde vor Check-In-Schluss der Fähre da sein sollen, wären da nicht ein paar falsch genommene Ausfahrten gewesen. 22:45 spätester Check-In für die Fähre. Ankunft im Hafen: 23:00. Habens ganz knapp geschafft, die Fähre hat 30min Verspätung. Übernachten dann gleich in einem „günstigen“ Hotel 20min von Dover entfernt und nehmen dann morgen mit den anderen Teams die Fähre um 10:15 zurück. Und wenns nur für eine Nacht ist, Wenn England auf dem Auto steht, dann muss man das ja auch einhalten. Wir sitzen jetzt auf dem Pier und warten auf die Fähre, 19 Grad, viel zu kalt für mich. Zum Glück habe ich ein paar warme Sachen eingepackt. Bis jetzt läuft die das Auto top. Die Karre schafft voll beladen 110 kmh bergauf und 130 kmh bergab. Definitiv zu schnell für die Ladung ;-). 

Intro Video

Intro Video

Endlich haben wir es geschafft. Die blogeinträge der letzten Tage folgen noch. Stolz präsentieren wir unser Intro Video und ein Making Of.

Intro Video:

Making Of:

Wir haben gerade Düsseldorf verlassen, fahren Richtung England und versuchen den Convoy von England nach Prag zu treffen wo die offizielle Startlinie dieses Jahr sein wird.

Update Update Update

Update Update Update

Ich bin so sehr mit den Vorbereitungen für die Rally beschäftigt, dass ich kaum noch Zeit zum bloggen habe ;-). Aber der Reihe nach. Das erste Visum ist im Pass (Usbekistan) und der Pass ist schon seit ner Woche unterwegs und verweilt jetzt gerade irgendwo in der Iranischen Botschaft, ich freu mich jedes mal wenn der Pass heile zurück kommt.

Vor ca. zwei Wochen erhielt ich ein Paket von der Veranstaltern mit den offiziellen Rally-Aufklebern fürs Auto. Nach einigem überlegen entschied ich mich aus design-technischen Gründen dafür unser Team Logo dem offiziellen Rally Logo anzugleichen. Nach unzähligen Stunden am Rechner kann ich mit Stolz unser neues Teamlogo präsentieren.

Ob es notwendig war, sicherlich nicht, aber es macht so richtig Spaß mal wieder besonders kreativ zu sein und sich Gedanken zu machen wie das Auto mal aussehen soll. Und wenn ich dann mal eine kreative Phase wie aktuell habe, kommen da auch manchmal am Ende lustige Grafiken bei raus :D.

Über das Design was mal die Motorhaube schmücken soll gab es auch zig Entwürfe, moment, ich zähl mal eben….7 Entwürfe – über die Zeit kommt immer was dazu und es wird immer ein bisschen besser… Nach insgesamt locker 40+h in den letzten drei Wochen ist dies das finale Design welches demnächst auf Bulmas Motorhaube zu sehen sein wird.

Nächster Punkt, wie wo sollen die Sponsorenaufkleber hin? Egal wie ich die die Logos hin und her geschoben habe. Es sah nie zufriedenstellend aus.

Vielleicht einfach mal ausdrucken und dran kleben, ist eventuell ein bisschen besser um sich das vorstellen zu können. Aber am Ende sah es genauso doof aus wie am Rechner :D.

Endlich kam ich auf DIE Idee, einfach Fotos von Bulma machen, in den verschiedenen Seitenansichten und dann sieht das ja schon direkt realistischer aus im Bildbearbeitungsprogramm. Viel besser als am Blueprint. Naja nach weiteren zig Stunden am Bildbearbeitungsprogramm steht das finale Design fest. Ist aber natürlich noch nicht veröffentlicht und wird in den folgenden Fotos nur leicht angeteasert. Kurz gesagt, Bulma wird bemalt. Nachdem ich eine Liste mit den Farben, die ich fürs Design brauche zusammengestellt hatte, musste ich mich erstmal in Farben und Lacke einlesen. Es gibt zum Beispiel eine Farbnorm, nennt sich RAL und  hat den zweck egal bei welchem Hersteller ich eine Dose kaufe, ist die Farbe 100% dieselbe. Also erstellte ich eine liste mit möglichen RAL-Farben die passen könnten, 14 Stück sollten es sein. Im Baumarkt kostet eine Dose je nach Farbe 10-15€… Bei eBay-Kleinanzeigen fand ich eine Anzeige von einem Typen aus Dortmund, der Restbestände aufgekauft hat und Dosen für 2€ pro Stück verkauft / natürlich alles nicht sortiert. Also schnappte ich mir meinen Cousin Johannes und wir fuhren letzten Samstag, morgens um halb 7, nach Dortmund auf den Markt.

Nach über einer Stunde suchen waren wir recht erfolgreich und hatten fast alle Farben bekommen. Und das ganze für nur 28€!.

Am Nachmittag erfolgte direkt der erste Test, schonmal die Felgen ein bisschen bunt machen 😉

Für meine erste Erfahrung mit Sprühlack nicht schlecht, sieht auf dem Foto aber schon ein wenig besser aus als in echt. Allerdings hab ich nicht damit gerechnet das die Dose nach 3 Felgen schon leer war… dunkle Felgen, mehrere Schichten Lack usw. Also fuhr ich einen Tag später nachmittags nochmal nach Dortmund. Habe diesmal sogar alle 4 Dosen die ich noch brauchte geschenkt bekommen von dem Typen, echt cool!

Ein Tag später, Schablone aus Kreppband, Papier und Zeitung. Die Felgen sollen ja schließlich am Ende aussehen wie die Dragonballs 😉 Sterne Sterne Sterne.

Seit gestern bin ich bei unserem äußerst coolen und besonders hilfsbereiten Sponsor B&L Carservick GmbH in Hilden. Hier habe ich Platz um am Auto zu arbeiten und falls ich fragen habe oder Werkzeug brauchte steht mit äußerst kompetente Hilfe zur Seite. Also falls einer von euch mal eine Autoreparatur brauchen sollte kann ich euch wärmstens B&L Carservice in Hilden empfehlen, die Jungs da rocken echt. Als erstes kamen die unpassenden Seitenleisten runter. Alles in allem ist das alles schon viel mehr Arbeit als ich mir das vorgestellt hatte, allerdings macht es auch echt Laune!

Achtung Spoileralarm!

Nach zwei Stunden verabschiedete sich mein MacBook Air 11″. Gebraucht bei eBay ersteigert vor gerade mal zwei Wochen für 450€, Top Zustand – 1A alles ok aber nach 2h am Beamer hat sich wohl die Grafikeinheit verabschiedet, plötzlich kein Bild mehr, weder intern noch extern. Ganz große klasse. Mein erster defekter Mac nach 12 Jahren die ich mittlerweile auf Mac setze. Bin echt geknickt, natürlich keine Garantie mehr drauf – Das 11″ gibts auch nicht zu kaufen bei Apple und natürlich sollte es ein günstiges sein fürs reisen. Reparatur im Apple Store meines Vertrauens soll 540€ kosten und selbst wenn ich mir ein Ersatzteil im Internet kaufen würde und die Reparatur selber mache, kostet das Teil immer noch mindestens 300€++. Tja einfach ganz doof. Zum Glück habe ich Zuhause ja mehr als einen Mac so das ich aktuell ohne Probleme weiterarbeiten kann.

Hab viel gelernt heute, war ja nie so der Autoschrauber bis jetzt, aber eigentlich ist das ja auch nicht soooo schwierig ;-). Je nachdem was ansteht.

Bulma

Bulma

Nach Wochen der Autosuche haben wir es endlich geschafft ein passendes Auto zu finden. Gefühlt habe ich fast jeden Tag Verkäufer oder Händler angerufen, Termine zum Anschauen vereinbart, bin Probe gefahren, in einer Werkstatt kurz prüfen lassen, meistens war dann der Zustand doch zu schlecht, also ab zum nächsten.

Bulma ist ein wunderschöner Opel Agila aus dem Jahr 2003. Hab echt Glück gehabt, morgens die mobile.de Suche aktualisiert, das Auto wurde gerade neu eingestellt und ich war der erste Anrufer/Interessent. Habe mir das Auto direkt am selben Nachmittag angeschaut, Preis hat gepasst – war ein sehr gutes Angebot und der Zustand schien auch ok zu sei. Also habe nach kurzer Rücksprache mit den anderen direkt zugeschlagen. Es wurde auch echt Zeit da wir für die ersten Visas (Iran/Russland) unbedingt Fahrzeugpapiere brauchen (Zollformulare etc.). Für den Iran sind wir in einer Gruppe bestehend aus vier Teams und wir waren die einzigen ohne Auto. Wir sind sehr froh, jetzt haben wir schonmal einen großen Punkt auf unsere ToDo-Liste abhaken können.

Die ersten Spenden trudeln ein, überwiegend aus der Familie aber es läuft :). Sponsorensuche läuft auch, allerdings jetzt mit einem Auto kann man ja auch erst richtig auf Sponsorenjagd gehen. Die Geschichte mit dem alten Auto hat sich auch erledigt, tja was so ein Schreiben von einem Anwalt bewirken kann… die Vorbesitzerin hat gestern das Auto wieder abgeholt und der Kaufpreis zurückerstattet. Eine Sorge weniger. Daumen hoch. Und unsere tollen Visitenkarten und Sticker sind ebenfalls eingetroffen :)!

Unser Sponsor Nr. 1!

Unser Sponsor Nr. 1!

Wir sind stolz unseren ersten Sponsor zu präsentieren!

Herr Grundmann, Geschäftsführer der carstengrundmann consulting GmbH, Apple Consultant und früherer Snowboardsuperstar, ist DIE Nr.1 Adresse in Düsseldorf wenn es um IT-Vorortservice in ihrem mittelständischen Unternehmen geht. Es war mir eine Ehre, Herrn Grundmann in seinem Büro zu treffen, um den wahrscheinlich größten Scheck zu erhalten, den ich je bekommen habe. Herr Grundmann: „Es ist uns eine Ehre, junge Menschen mit Kampfgeist zu unterstützen – wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Reise und viel Spaß bei Ihrem Abenteuer! Als Dankeschön erhielt Herr Grundmann natürlich die offizielle Sponsorenurkunde Nr. 1.

Was bisher geschah.

Was bisher geschah.

Vor ziemlich genau zwei Jahren in Australien erfuhr ich das erste mal von der Mongol Rally durch meinen italienischen Travelbuddy Marco. Seitdem steht die Rally auf meiner Bucket List.

Ein Team für so eine verrückte Rally zu finden, ist am Ende doch deutlich schwieriger gewesen als erhofft. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis einige Leute, die auf jeden Fall dabei gewesen wären… aber dann auch 100% durchziehen, ist ja nochmal was anderes.

Ende Dezember kam ich über eine Facebook Gruppe in Kontakt mit einem Typen aus Philadelphia – er hatte sich schon damals offiziell für die Rally angemeldet und suchte noch Leute für sein Team. Ende Dezember trafen wir uns beim ‚1. Meet & Route beers‘ in London. Da wir uns gut verstanden haben, trat ich seinem Team bei.

Die folgenden Wochen begab ich mich auf Autosuche, es sollte ein Suzuki Wagon R werden, ein erprobtes Mongol Rally Auto. Anfang März fand ich ein passendes Auto und schrieb sofort meinem Teamkollegen, von dem ich schon länger nichts mehr gehört hatte. Tja, seine kurze knappe Antwort war: „Sry Markus, es haben sich ein paar Dinge ergeben und kann dieses Jahr nicht teilnehmen. Habe darum meine Anmeldung auf nächstes Jahr verschoben.“ Da dachte ich nur… „Toll, klasse, danke dir, ich wollte morgen das Auto kaufen.“

Naja, habe Auto trotzdem gekauft, dachte mir: ich find bestimmt ein anderes Team was noch jemanden sucht und auch noch kein Auto hat. Ja sowas gab es auch, allerdings passten dann die Vorstellungen von Zeitrahmen, Budget und Auto nicht…

Mitte März hatte ich keine Lust mehr und meldete mich daher selbst für die Rally an. Ich wollte die Rally dieses Jahr auf jeden Fall machen, unabhängig davon, ob ich jemanden finden würde oder nicht. Über einen Aufruf in den einschlägigen Facebook-Gruppen der Mongol Rally, bekam ich dann einige dutzend Anfragen. Allerdings hatten die Leute fast immer keine realistischen Vorstellungen, wie zB. „nur ein Budget von 1500€ oder weniger“ oder „Zeitrahmen 3 Wochen“. (Ziellinie öffnet nach 4 Wochen, schließt nach 8 Wochen. Sind ja immerhin schon knapp 16000 km…)

Am Ende bekam ich doch noch einige nette, sympathische Bewerbungen mit realistischen Vorstellungen. Nach diversen Chats und Videoanrufen, haben wir es geschafft, folgendes Team aufzustellen:

  1. Seth – Berufstaucher aus Kanada – lebt aktuell auf Jamaika.
  2. Grayson – Kollege von Seth – auch Berufstaucher aus Kanada – lebt in der nähe von Vancouver.
  3. Oliver – studiert Automobilwirtschaft – lebt in Ontario / ebenfalls Kanada.

Es wurde auch Zeit, wir mussten bis zum 01.04.2018 das erste Visum beantragen: Turkmenistan.

Vorletzte Woche ließ ich das von mir gekaufte Auto sicherheitshalber in zwei Werkstätten prüfen. Sieht so aus als wäre ich beim Kauf „ein wenig“ übers Ohr gehauen worden. Der Zustand des Autos ist so schlecht, dass wir damit nicht weit kommen würden. Die Karre hat vor 3 Monaten zwar TÜV bekommen, würde dies aber heute nicht bestehen. Da kann ja irgendwas nicht stimmen, oder? Aktuell hat die Verkäuferin ein Schreiben von meinem Anwalt vorliegen, der Kaufvertrag wird angefochten! (Mal schauen was bei rum kommt…)

Die Autosuche geht weiter.. Da wir nun 4 Leute sind, brauchen wir auch um so mehr Platz.

Unser Blog ist online. Visitenkarten und Sticker sind auch schon entworfen. Das Sponsorenfinden und Spendensammeln kann bald losgehen.